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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 23:01 Uhr

Entwicklung eingeschränkt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wachstumsmöglichkeiten der Gemeinde Steinburg schon fast ausgeschöpft

Die Gemeinde Steinburg hat bis zum Jahr 2025 nur noch wenig Entwicklungsmöglichkeit. Nach dem Regionalplan von 2010, der bis 2025 Gültigkeit hat, standen den drei Ortsteilen 15 Prozent Wachstum zu. Das entspricht 160 Wohneinheiten. Allerdings ist davon bereits ein Großteil aufgebraucht. „Jetzt sind es nur noch 87 Wohneinheiten“, so Daniela Hilgendorf vom Amt Bad Oldesloe Land auf der Einwohnerversammlung in Mollhagen, auf der das Siedlungsentwicklungskonzept vorgestellt wurde.

Steinburg hat das Pech in einem Achsenzwischenraum zu liegen, in dem die bauliche Entwicklung der Orte eingeschränkt wird, um deren dörflichen Charakter zu erhalten. Nicht nur Baugebiete werden gezählt, auch Lückenbebauung oder Umwandlung von einst landwirtschaftlich genutzten Höfen in Wohnraum. Allein durch den Abriss des ehemaligen Zamek-Gebäudes in Mollhagen und die Bebauung der Fläche mit dreigeschossigen Wohnblocks in diesem Jahr sind dort 24 Wohneinheiten entstanden.

„Die Dörfer und Städte sollen sich innerhalb ihrer Grenzen entwickeln und nicht in die Fläche gehen“, betonte Ralf Maltzahn vom Amt Bad Oldesloe-Land. Es darf also nicht einfach auf der grünen Wiese Bauland ausgewiesen werden. Stadtplaner Henning Büchler vom Planlabor Stolzenberg aus Lübeck hat nach geeigneten Entwicklungsflächen in der Gemeinde gesucht. Nach seinen Worten sollte die Hauptentwicklung der Gemeinde möglichst auch im Hauptort und somit Mollhagen stattfinden. Dort ist die notwendige Infrastruktur mit Schule, Kindergarten, Arzt und Einkaufsmöglichkeit. Aber auch in den Ortsteilen Eichede und Sprenge gibt es einige Flächen, auf denen eine Wohnbebauung möglich sei. Allerdings sind alle Flächen in den Ortsteilen, die der baulichen Entwicklung dienen könnten, bisher in privater Hand.

„Es muss jetzt gehandelt werden, um überhaupt noch Möglichkeiten zu haben“, so Büchler. Das wird auch von der Gemeinde so gesehen. „Wir werden uns im Bauausschuss und in der Gemeindevertretung mit dem Thema intensiv befassen“, betonte Bürgermeisterin Heidi Hack. Allerdings würde das ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Alles das, was in der Zeit noch an privater Wohnbebauung entsteht, geht der Gemeinde an Entwicklungsspielraum verloren.

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erstellt am 26.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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