Entwarnung: Der Raps steht gut

Alljährlich ein schönes Bild: Ein Rapsfeld bei Schmachthagen vor den Barkhorster Windrädern.  Foto: Gusick
Alljährlich ein schönes Bild: Ein Rapsfeld bei Schmachthagen vor den Barkhorster Windrädern. Foto: Gusick

In Stormarn hat Rapsanbaufläche um 50 Prozent zugenommen / Der Preis liegt derzeit bei rund 450 Euro pro Tonne

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14. Mai 2013, 03:59 Uhr

Bad Oldesloe | Überall in Stormarn leuchtet es derzeit gelb von den Feldern. Der Raps steht in voller Blüte. Der lange Winter mit der dichten Schneedecke hat den Pflanzen nicht geschadet. "In unserer Region steht der Raps gut", sagt Peter Koll, der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Stormarn. Auch die Blütezeit liegt im Rahmen. "Mitte bis Ende Mai ist normal", erläutert Koll. In den vergangenen Jahren hat der Raps allerdings etwas früher geblüht.

Die Landwirte im Kreis Stormarn setzen offensichtlich in diesem Jahr auf das zur Familie der Kreuzblüten gehörende Gewächs, aus dessen Samen in erster Linie Rapsöl gewonnen wird. Das Rapsöl wird je nach Art der Aufbereitung als Lebensmittel aber auch in der Industrie als hochwertiges Schmieröl eingesetzt. Auch die bei der Ölgewinnung entstehenden Rückstände, der so genannte Rapskuchen, wird noch verwertet. Als Pellet oder Flocken dient er als eiweißreiches und fetthaltiges Futtermittel.

In Stormarn wurde in diesem Jahr auf rund 12 000 Hektar Raps angebaut. Das ist eine Steigerung von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Die Bestellbedingungen für den Raps waren gut, und im Moment ist die Ertragsentwicklung auch positiv", so Koll.

In den vergangenen Jahren war das nicht immer der Fall. Die Bedingungen zur Aussaatzeit seien da schlechter gewesen. Außerdem mussten 2012 auch einige Flächen umgebrochen werden, weil sie den Winter nicht überstanden hatten. "Bei den Anbauflächen für Raps gibt es von Jahr zu Jahr immer große Veränderungen", betont Koll.

Bei der Preisentwicklung sieht es für die Landwirte aber nicht so rosig aus. Der Preis liegt bei rund 450 Euro pro Tonne. Das sind etwa zehn Prozent weniger als im vergangenen Jahr. "Bis zur Ernte kann sich da aber noch einiges ändern. Abgerechnet wird am Schluss", weiß Koll aus Erfahrung.

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