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Stormarner Tageblatt

16. August 2017 | 17:48 Uhr

Trittau : Enttäuschung und Optimismus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wechselbad der Gefühle am Ende einer spannenden Wahlnacht in Trittau. Die Bürgermeister-Stichwahl findet am Sonntag, 15. Juni, statt.

Am Tag nach der spannenden Bürgermeisterwahl denken die beiden führenden Kandidaten Oliver Mesch (1560 Stimmen) und Eckhard Frahm (733 Stimmen) über den Wahlkampf der nächsten drei Wochen nach, für die Gescheiterten kehrt wieder der Alltag ein. Von 6951 Wahlberechtigten in Trittau hatten 4104 ihre Stimme abgegeben.

„Ich freue mich sehr, bei sechs Kandidaten fast 40 Prozent der Stimmern erhalten zu haben, werde mich aber darauf nicht ausruhen“, kündigt Oliver Mesch an, der am Wahlabend erstmal gefeiert hat. In dieser Woche gönnt er den Trittauern noch etwas Ruhe nach einem „konstruktiven Wahlkampf“ und schmiedet Pläne für die nächsten Aktionen. Er will einmal mehr deutlich machen, dass er als alt eingesessener Trittauer die Interessen von Jung und Alt vertreten wird.

Eckhard Frahm hat eine schlaflose Nacht nach dem aufregenden Wahlabend hinter sich, bei dem er sich mit Dr. Katherine Nölling ein Kopf an Kopf Rennen um Platz 2 geliefert hatte. „Ich konnte nicht zur Ruhe kommen, konnte es nicht glauben“, sagt er. Die kommenden drei Wochen will er weitere Kontakte pflegen, Unterstützer treffen, Vereine und Verbände aufsuchen, die er bislang nicht kennen gelernt hat, obwohl er im Wahlkampf 5000 Kilometer gefahren ist, und er will neue Flyer entwerfen. „Meine Chance sehe ich darin, Wähler der vier anderen Kandidaten zu mir rüber zu ziehen.“−

„Der dritte Platz, noch dazu so knapp, ist so undankbar wie eine Blechmedaille, aber so ist es eben“, sagt Dr. Katherine Nölling (710 Stimmen) aus Grönwohld, die nur 23 Stimmen hinter Eckhard Frahm lag. Der Wahlkampf sei eine tolle Zeit gewesen und habe Spaß gemacht. Das es so knapp würde, hatte Nölling nicht erwartet. „Ich hätte es gerne gemacht“, sagt sie bedauernd, schaut aber pragmatisch nach vorn. Für den Wahlkampf hat sie sich beurlauben lassen, kehrt nach dem Urlaub zu ihrer Arbeit in einer Unternehmensberatung zurück.

Enttäuschung auch bei Christian Winter (482 Stimmen), denn „man macht ja keinen Wahlkampf, um zu verlieren“. Er fand das Ergebnis überraschend und will jetzt Eckhard Frahm unterstützen. Privat plant er seinen Jobeinstieg als Volkswirt zum Herbst und will bis dahin sein Haus fertig renoviert haben.

Thomas Mertens-Ammermann (504 Stimmen) sieht sich „grandios gescheitert“, und hatte dieses Ergebnis mit dem deutlichen Abstand zu den Siegern nicht erwartet, sondern sich in der Stichwahl gesehen: „Aber das ist Demokratie. Jetzt ist das Thema erledigt und es geht ganz normal weiter mit meiner Anwaltskanzlei.“ Gründe für sein Scheitern sieht er u.a. in dem super Wahlkampf seines Kollegen Mesch und seiner Parteizugehörigkeit.

Als fairer Verlierer zeigt sich auch Julian Geisler (91 Stimmen), der nur 2,2 Prozent erhielt. Er gratuliert den beiden Kandidaten auf seiner Facebookseite.

Die Stichwahl für die Nachfolge von Bügermeister Walter Nussel findet am Sonntag, 15. Juni, statt. Die Amtsübergabe erfolgt Mitte August.








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erstellt am 26.Mai.2014 | 10:44 Uhr

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