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Barsbüttel: : Enttäuscht: Bürgermeister Thomas Schreitmüller verlässt die CDU

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Barsbütteler Bürgermeister reagiert spontan auf ablehnende Haltung seiner eigenen Partei

Dem stellvertretenden Bürgermeister von Barsbüttel, Wolfgang Böckmann (CDU), sitzt der Schreck auch nach vier Tagen noch in den Knochen: Am vergangenen Donnerstag hatte Bürgermeister Thomas Schreitmüller (47) seinen Austritt aus der CDU erklärt – mitten in einer Sitzung der Gemeindevertretung. „Wir hoffen, dass wir mit ihm noch einmal darüber reden können“, sagte Böckmann am Montag.

Der Grund des Parteiaustritts: Eine Formulierung in einer Stellungnahme der Gemeindevertretung zum geplanten Bürgerentscheid (29. November) über den Rathaus-Neubau. In dem Papier heißt es: „Sind Sie dafür, dass das Rathaus saniert und die Planung für einen Rathaus-Neubau eingestellt wird“, zum Schluss dann der Satz: „Damit der Bürgermeister diese Schritte umsetzen kann, ist ein klares Nein beim Bürgerentscheid erforderlich.“

Schreitmüller hatte darum gebeten, das Wort Bürgermeister durch Gemeinde zu ersetzen, SPD und CDU hatten das abgelehnt – also auch Schreitmüllers eigene Partei. Der seit 2012 amtierende Bürgermeister setzt sich offen für die Sanierung des Barsbütteler Rathauses ein, SPD und CDU wollen den Neubau. Wolfgang Böckmann: „Der Bürgermeister ist als Verwaltungschef das ausführende Organ der Gemeinde, der Satz konnte gar nicht geändert werden“, betonte der Vize-Bürgermeister und fügte vorsichtig hinzu: „Dieser Schritt kann nicht ohne Auswirkungen sein.“

Thomas Schreitmüller befindet sich seit Anfang dieser Woche in Urlaub und ist auch telefonisch derzeit nicht erreichbar.

Für das Bürgermeisteramt hat der Parteiaustritt Schreitmüllers rechtlich keine Konsequenzen. „Der Bürgermeister wurde direkt gewählt, er ist nur dem Wähler gegenüber verpflichtet“, sagte Jörg Hollmann, stellvertretender Vorsitzender der Landes-CDU, auf Nachfrage und wollte ein Gespräch mit Schreitmüller nicht ausschließen: „Wir waren sehr überrascht, vielleicht denkt er im Urlaub noch einmal darüber nach und nimmt seine Entscheidung zurück. Schreitmüller war bislang auch Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung Schleswig-Holstein (dieses Amt müsste er bei einem Austritt aufgeben) und Vorsitzender des Gemeindetages Stormarn.



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