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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:47 Uhr

Entartete Musik aufs Korn genommen

vom

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Reinfeld | Bereits 1933 begann mit den Bücherverbrennungen in Nazi-Deutschland die brutale Unterdrückung von Geist und Kultur. Dieser Feldzug fand seine Fortsetzung in der Bekämpfung der so genannten "Entarteten Kunst", die einen ihrer Höhepunkte in einer Ausstellung im Juli 1937 fand. Unliebsame Musik wurde im Mai 1938 in der Ausstellung "Entartete Musik" in Düsseldorf aufs Korn genommen. Jazz, Neue Musik, jüdische Künstler und Komponisten wurden diffamiert. Bekannte Personen wie Kurt Weill und Hanns Eisler mussten emigrieren, selbst vor Größen wie Arnold Schönberg, Paul Hindemith, Igor Strawinsky und Alban Berg machte der Nazi-Terror nicht Halt. Andere Musiker und Komponisten wurden ihrer Existenz beraubt. Prominentes Beispiel sind die Comedian Harmonists, deren Musik als "jüdisch-bolschewistisches Geplärre" diffamiert wurde, deren drei nichtarische Mitglieder Auftrittsverbot bekamen und auswandern mussten.

Uwe John aus Ahrensburg wird am Sonntag, 2. Juni, um 15 Uhr in der Alten Schule den Bogen schlagen zwischen dem, was wir heute in musikalischer Weltoffenheit für selbstverständlich halten, und dem, was seinerzeit von den Nazi-Ideologen an dumpfer und dummer Beschränkung übergestülpt wurde. Er ist Musikfan und jazzkundig. "Entartete Musik" ist seit Jahren sein Thema. Der Eintritt zu der Veranstaltung des kriminalpräventiven Rates im "Nachdenkjahr" ist frei. Es gibt aber eine Hutkasse.

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