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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 14:30 Uhr

Sülfeld : Endlich wieder Leben im Pastorat

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die neue Pastorin Lisa Schwetasch hält am Sonntag ihren Einführungsgottesdienst.

von
erstellt am 30.Jan.2014 | 17:55 Uhr

Noch sind die neue Sülfelder Pastorin Lisa Schwetasch und ihr Mann Jan-Henning, der bei der Bundespolizei am Hamburger Flughafen tätig ist, im frisch renovierten Pastorat mit dem Auspacken der Umzugskartons und dem Aufbau von Schränken beschäftigt. Doch bereits am kommenden Sonntag wird die 27-Jährige sich der Kirchengemeinde vorstellen und ihre erste Predigt halten.

Lisa Schwetasch tritt die Nachfolge von Dr. Michael Dübbers an, der als Dompastor nach Schleswig gegangen ist. Sie ist „Pastorin zur Anstellung“ und wurde nach dem Abschluss ihrer Vikariartzeit der Kirchengemeinde Sülfeld zugewiesen. „Wir haben um eine Zuweisung gebeten“, sagte der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Ulrich Bärwald. Grund: Trotz zweier Ausschreibungen hatte die Kirchengemeinde keinen Nachfolger für Dübbers finden können. Mit Lisa Schwetasch geht jetzt eine einjährige Vakanz zu Ende.

Die 27-Jährige kam in Kiel zur Welt und wuchs in Kirchbarkau auf. 2005 legte sie am Friedrich-Schiller Gymnasium in Preetz ihr Abitur ab und begann anschließend ein Theologiestudium, das sie zunächst nach Oberursel in den Taunus führte. Es folgten als weitere Stationen ihres Studiums Frankfurt am Main, Kiel und Halle an der Saale. 2011 bestand Lisa Schwetasch ihr erstes Theologie-Examen und wurde Vikarin in der Kirchengemeinde Borby-Land bei Eckernförde. Ihr zweites Examen legte sie dann 2013 ab.

Seit 2011 ist die Pastorin mit Jan-Henning verheirate. Ihr Mann stammt aus einer Pastorenfamilie. Schon in ihrer Jugend war Lisa Schwetasch in der Kirche aktiv. Sie arbeitete bei Kindergottesdiensten mit und bei den christlichen Pfadfindern. „Die Kirche wurde für mich so etwas wie mein zweites Zuhause. Das war auch mit ein Grund, warum ich Theologie studiert habe“, sagt sie.
Für die 27-jährige Pastorin ist Sülfeld eine Stelle, die absolut ihren Vorstellungen entspricht. „Wir konnten unsere Wünsche anmelden. Ich wollte nicht in eine Großstadt. Außerdem wollte ich gerne in eine Gemeinde am Rande von Hamburg, weil mein Mann dort arbeitet. Und ich wünschte mir eine Gemeinde, in der Jugendarbeit Vorrang hat“, erläutert die Geistliche. Das alles trifft auf Sülfeld zu.

Die neue Pastorin, die zunächst für drei Jahre in der Gemeinde bleibt, möchte gerne einen Kindergottesdienst einrichten und langfristig auch eine Pfadfindergruppe aufbauen.

„Wir dürfen die Arbeit der neuen Pastorin nicht mit der von Pastor Dübbers vergleichen“, betont Bärwald. Sie müsse ihren eigenen Weg gehen können. Er und die anderen Mitglieder des Kirchenvorstands hatten der Zuweisung einstimmig zugestimmt und freuen sich jetzt auf eine rege Zusammenarbeit mit ihr. „Wir müssen Lisa Schwetasch zunächst mal 100 Tage Zeit geben, damit sie sich hier zurecht finden kann“, betont Bärwald.

Am Sonntag beginnt nun für sie die Arbeit als Pastorin in einer Gemeinde. Bei ihrem Einführungsgottesdienst, der um 11 Uhr beginnt, wird auch Propst Daniel Havemann mit dabei sein. Anschließend haben die Mitglieder der Kirchengemeinde die Möglichkeit, ihre neue Pastorin bei einem Empfang in der Remise kennen zu lernen.

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