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Endlich Platz für ein Jugendzentrum in Reinfeld

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2017 | 06:00 Uhr

Der Traum vieler junger Leute von einem selbstverwalteten Jugendzentrum rückt näher. Jahrelang wurde nach passenden Räumlichkeiten gesucht. Es gründete sich sogar ein Verein aus interessierten Schülern, um das Ziel zu verwirklichen. Im Gespräch für einen möglichen Standort waren der Alfa-Park, der alte Schuppen am Bahnhof und schließlich auch die inzwischen geschlossene Schützenklause an der Elschenbek. Doch all diese Pläne lösten sich nach und nach in Luft auf - bis die Räumlichkeiten der Erich-Kästner-Schule (EKS) ins Gespräch kamen. Dieser neue Plan scheint sich jetzt zu konkretisieren, denn die Förderschüler ziehen zum Sommer in neue Räumlichkeiten an der gegenüberliegenden Immanuel-Kant-Schule (KGS). Dann werden Kapazitäten frei, die von Jugendlichen genutzt werden könnten.

Die Mitglieder des Sozialausschusses beschlossen jetzt einstimmig, dass die freien Räume für ein Jugendzentrum für Heranwachsende ab 16 Jahren und für keinen anderen Zweck genutzt werden sollen. Zusätzlich soll ein hauptamtlicher Sozialarbeiter – eventuell befristet auf drei Jahre – eingestellt werden. Ziel sei es, ein selbstverwaltetes Jugendzentrum zu schaffen, doch am Anfang brauche man die Hilfe eines erfahrenen Sozialpädagogen, so Bürgervorsteher Gerd Herrmann. Der Ausschuss will nun prüfen, ob Fördermittel von der Aktivregion Holsteins Herz für die neue Stelle eingeworben werden können.

Hindernis bei den Plänen ist der noch immer nicht beschlossene Haushalt der Stadt Reinfeld, der aber zum Juni zu erwarten ist. Jugendpflegerin Katrin Göhlert würde einen Umzug des bisherigen Jugendtreffs in die neuen Räumlichkeiten sehr begrüßen. Der Treff ist im Ganztagszentrum neben der Bücherei in nur einem Raum untergebracht. „Wenn sich an einigen Tagen die Momente überschneiden, sind bis zu 30 Leute verschiedenster Altersgruppen und Herkunft anwesend“, schreibt sie in ihrem Jahresbericht. Der Jugendtreff habe sich etabliert und werde sehr gut angenommen. „Die Besucherzahl hat sich in Spitzenzeiten bis auf 80 Personen erhöht“, erklärt Katrin Göhlert. Eine Erweiterung des Raumangebotes für die Jugendarbeit im Allgemeinen werde dringend befürwortet, wenn dadurch auch der geschützte Raum für die Förderschüler verloren gehe.

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