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Zusätzliche Stellpätze : Endlich mehr Parkplätze

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Park&Ride-Anlage am Oldesloer Bahnhof fertig. 900 000 Euro für Pendler investiert. Kaufverhandlungen, Suche nach Blindgängern und Altlastensanierung verzögerten den Start der Bauarbeiten.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Wird das jetzt die große Entspannung bringen? Am Oldesloer Bahnhof ist gestern der neue Pendler-Parkplatz abgenommen worden. Inklusive Grundstückskauf haben die 147 neuen Stellplätze 900 000 Euro gekostet. Ein Großteil der Summe kam als Zuschüsse von der Verkehrsservicegesellschaft und den Förderfonds der Metropolregion wieder zurück.

Der Bau des Parkplatzes war keine leichte Geburt. Bei dem Grundstück handelt es sich um das ehemalige Gelände der Bahnmeisterei. Und mit der Bahn ins Geschäft zu kommen, war gar nicht so einfach. Die Verhandlungen haben sich ewig hingezogen, dann musste das Gelände noch geräumt werden. Da half es auch nichts, dass die Stadt schon sehr frühzeitig die benötigten Gelder im Haushalt hatte.

„Wenn man gesehen hat, wie hier früher gearbeitet wurde, waren Altlasten absehbar“, erklärte Bürgermeister Tassilo von Bary: „Mein Opa hat hier früher gearbeitet.“ Diese Verunreinigungen führten zu einem umfangreichen Bodenmanagement. „In der Hochphase hatten wir hier 18 Erdhaufen, die alle einzeln beprobt werden mussten“, berichtete Klaus-Peter Scharnberg von der Tiefbauabteilung. Außerdem mussten vor Beginn der Bauarbeiten eine gründliche Sondierung auf Blindgänger stattfinden. Dafür wurden nicht nur alte Luftaufnahmen untersucht, sondern auch Bodenradar eingesetzt. Zahlreiche Stellen erfuhren eine intensivere Untersuchung, allerdings ohne Ergebnis – wenn man von Hausschrott absieht.

Und dann war da ja noch das Problem mit der Panzerrampe zu klären. Tassilo von Bary: „Als Bad Segeberg noch Bundeswehrstandort war, wurden hier nachts die Panzer verladen.“ Die Zeiten sind vorbei, zurück blieb die massive Rampe. „Das ist eine teure Tasse Tee gewesen, die zu entsorgen“, sagte der Bürgermeister. Die Kosten musste die Bahn übernehmen.

Das Oberflächenwasser kann nicht einfach so in die Kanalistation geleitet werden. Dafür musste extra ein sogenannter Stauraumkanal angelegt werden – eine Art unterirdisches Regenrückhaltebecken, elf Meter lang, zwei Meter Durchmesser, um das Wasser dosiert ins Kanalnetz abgeben zu können.

Bei den Bauarbeiten kam ein hochmodernes Verfahren zum Einsatz. Die Steinsetzer müssen sich nicht mehr mit schweren Granitklötzen für den Kantstein abheben, das übernimmt bei Grothe Bau ein moderner Vakuumheber. „Das ist eine große Hilfe und rechnet sich, weil der Krankenstand dadurch gegen Null geht“, erklärte Bauleiter Günther Baudorff.

Autofahrer werden sich vermutlich erst an die Zufahrt zum neuen Parkplatz gewöhnen müssen. Sie liegt etwa gegenüber der Tyll-Necker-Straße. Die Mommsenstraße ist in dem Bereich allerdings Einbahnstraße. Deswegen kommt man legal nur über den Sülzberg auf den Parkplatz. Wer schon vor dem Bahnhof ist und nach einem Stellplatz sucht, muss in großem Bogen einen neuen Anlauf nehmen.

Um die letzten Restarbeiten erledigen zu können – es müssen noch Bäume gepflanzt und Lampen ausgetauscht werden – wird der Parkplatz Ende des Monats kurzfristig gesperrt.

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