Reinfeld : Endlich: Markant mit neuem Outfit

Rot verklinkert und modernisiert: So wird der Markt aussehen.  Fotos: st
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Rot verklinkert und modernisiert: So wird der Markt aussehen. Fotos: st

Der Schandfleck wird saniert: Im September sollen die Umbauarbeiten an der Außenfassade beginnen.

shz.de von
19. Juli 2015, 20:22 Uhr

„Das Gebäude ist in Würde gealtert“, so drückte es Andreas Klaus von Bartels-Langness bei der Vorstellung der Umbaupläne für den Markant-Markt in der Innenstadt vorsichtig aus. Ein hässliches Gelb, eine noch unansehnlichere Außenverkleidung des Gebäudes, eine Inneneinrichtung, die in die Jahre gekommen ist – ein Schandfleck für die Innenstadt, der dringend saniert werden muss.

Das norddeutsche Familienunternehmen hat viel vor in Reinfeld. Nur knapp ein Jahr nach der Eröffnung des Famila-Marktes an der Autobahn investiert Bartels-Langness in die Modernisierung des Traditionsmarkts in zentraler Innenstadtlage. Auch der leer stehende Markant-Markt an der Autobahn soll neu genutzt werden. Man habe für das Gebäude einen Mieter gefunden, so Klaus.

Im Untergeschoss bleiben das Futterhaus und die Postfiliale erhalten – jedoch im neuen Outfit. Im jetzt leer stehenden Obergeschoss soll es eine Non-Food-Abteilung mit erweitertem Sortiment wie Schreibwaren, Drogerieartikel sowie Aktionsflächen für Sonderangebote geben. Der damalige „Aktiomarkt“ habe ein „Restantkonzept“ gehabt, nun gebe es ein Standardsortiment, so Klaus. Ein Drogeriefachmarkt sei nicht geplant. Man mache sich ja gehört, dass in der Innenstadt irgendwann ein Drogeriemarkt kommen solle.

Ein Wunsch der Stadtvertreter ist ein behindertengerechter Aufzug. Noch sind die Verhandlungen bei Bartles-Langness darüber nicht abgeschlossen, aber das Unternehmen hat bereits Angebote eingeholt. Die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus.

Im Erdgeschoss verändert sich viel. Der Eingang wird mit einem Glasdach und automatischen Türen komplett neu gestaltet. Im Entree sind ein Bäckerei-Café mit Sitzmöglichkeiten und eine Leergutannahme geplant. Von Entree geht es in die Frischeabteilung, „der klassische Lauf, wie der Kaufmann es nennt“, erklärt Klaus. Von der Gemüseabteilung über den abgeschlossenen Kühlbereich bis hin zur großen Fleisch-und Käsetheke.

Außen wird das Gebäude rot verklinkert. Die Regelung der Zu- und Abfahrt ist noch nicht abgeschlossen. Die Stadtverordneten stimmten den Vorschlägen von Bartels-Langness mit einer Gegenstimme zu. Am 1. September wird mit der Außensanierung begonnen. Nach dem Weihnachtsgeschäft, am 2. Januar 2016, soll die Innensanierung bei wahrscheinlich laufendem Betrieb starten. „Zum 30. April ist der Abschluss aller Baumaßnahmen geplant“, so Klaus.

Lorenz Hartwig, Vorsitzender des Bauausschusses, sieht der Sanierung gelassen entgegen: „Wir haben bei der Einhaltung der Baufristen sehr gute Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht.“



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