Autodieb rammt Polizei : Ende einer Verfolgungsjagd

Schlusspunkt: Hier war definitiv kein Durchkommen mehr.
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Schlusspunkt: Hier war definitiv kein Durchkommen mehr.

Mit gestohlenem VW-Transporter wie ein Rammbock unterwegs: Vier Schrottautos und eine Festnahme am Ende einer Verfolgung auf der A 1.

shz.de von
31. Mai 2014, 08:00 Uhr

Dramatische Szenen auf Bundesstraße und Autobahn, am Ende gab es vier Schrottautos und eine Festnahme.

Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Ratzeburg wollten auf der Autobahn 24 bei Möhnsen Fahrtrichtung Berlin einen roten VW T5 kontrollieren. Doch der Fahrer gab Gas und flüchtete. Die Polizisten verfolgten das Auto mit Pinneberger Kennzeichen zunächst in Richtung Schwarzenbek. Weitere Streifenwagen wurden von der Leitstelle eingesetzt.

Während der Verfolgungsfahrt hatten Beamte einen Streifenwagen quer zur Fahrbahn aufgestellt, um den Fahrer so zu stoppen. Doch der fuhr an dem Hindernis vorbei und setzte seine Fahrt fort. Auf der B 404 an der Abfahrt zum Autobahnkreuz Bargteheide hatte die Polizei zwei Lkw quer gestellt, um den Flüchtenden dort zu stoppen. Doch der VW Kastenwagen raste über einen Grünstreifen auch an diesem Hindernis vorbei. Kurz bevor der Wagen auf die A 1 in Richtung Norden fuhr, rammte der Fahrer einen Streifenwagen, der sich hinter der Straßensperre vor den VW Transporter gesetzt hatte.

Auf der Autobahn wurde der T5 von drei Streifenwagen in die Mitte genommen. Das allerdings hinderte den Fahrer nicht daran, die Streifenwagen zu rammen. Schließlich gelang es, den T5 auszubremsen und an der Mittelschutzplanke zum Stehen zu bringen.

Etwa einen Kilometer hinter dem Autobahnkreuz Bargteheide war die wilde Hatz nach etwa 20 Minuten vorbei. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Die A 1 wurde für den Verkehr in Richtung Norden voll gesperrt. Es bildete sich ein Rückstau von etwa einem Kilometer.

Bei dem Einsatz wurden ein Mercedes E-Klasse Kombi des Oldesloer Autobahnreviers so erheblich beschädigt, dass Experten von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgehen. Das gleiche gilt auch für den Mercedes Vito der Polizeistation Trittau. Etwas besser stand nach dem Einsatz der Vito der Schwarzenbeker Polizei da. Der Vito wurde zwar auch erheblich beschädigt, sei aber noch zu reparieren.

Der festgenommene Fahrer des vermutlich gestohlenen VW T5 wurde nach Bad Oldesloe zur Kripo gebracht. Dort wurde der Mann erkennungsdienstlich behandelt. Ein Vernehmungsangebot der Polizei hatte der Mann abgelehnt und auf einen Anwalt verwiesen. Bei dem Mann soll es sich um einen 45 Jahre alten Polen handeln. Die zuständige Kripo in Bad Oldesloe beantragte einen Haftbefehl. Bereits am Nachmittag wurde der Mann einem Richter am Amtsgericht Ahrensburg vorgeführt.

Der VW Transporter war kurzgeschlossen und wurde in Hamburg gestohlen. Auf der Ladefläche fanden die Beamten noch ein Motorrad vom Typ Honda 1100 CBF, das auch in Hamburg geklaut worden sein soll.

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