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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 23:50 Uhr

Neubeginn : Ende der Leidenszeit ist in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-SH-Ligist SV Eichede will nach zuletzt vier Niederlagen in Folge gegen Bordesholm zurück in die Erfolgsspur finden.

Ein Ende der Leidenszeit ist in Sicht: Nachdem sich Dennis Wagner vor über eineinhalb Jahren einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte, wurde dem Mittelfeldspieler des SV Eichede nun der letzte Nagel im lädierten Bein entfernt. In den nächsten Wochen muss das „Loch“ nur noch zuwachsen, dann soll es wieder langsam losgehen mit richtigem Fußball.

„Das Bein tut zum Glück überhaupt nicht mehr weh. Ich denke, es wird noch sechs bis acht Wochen dauern, bis ich wieder voll einsteigen kann“, scharrt der 25-Jährige regelrecht mit den Hufen und hofft auf ein endgültiges Ende der Leidenszeit. Läuft alles nach Plan, steigt Wagner zur Rückrundenvorbereitung wieder voll ein. „Was meine Zukunft in der SH-Liga angeht, da lasse ich mich mal überraschen. Keiner kann sagen, ob und wie schnell ich wieder zu meiner alten Form finde. Das wird sicher noch ein langer Weg“, sagt Wagner und will sich wohl auch selbst nicht unter Druck setzen – obwohl er es kaum erwarten kann, wieder zur Sache zu gehen.

Zuletzt war der als Erzieher in einem Kinderheim tätige Wagner nicht mehr ganz so nahe an der ersten Mannschaft dran. „Ich habe als Co-Trainer zusammen mit Marcel Müller genug mit der Zweiten und den Zielen in der Verbandsliga zu tun gehabt. Deshalb fällt es mir auch schwer, einzuschätzen, warum es derzeit von den Ergebnissen her nicht stimmt“, erklärt Wagner im Hinblick auf zuletzt vier Niederlagen in Folge. Die Talfahrt des als Titelfavoriten gestarteten und mittlerweile auf Rang fünf abgerutschten Regionalliga-Absteigers schmerzt – vor allem, weil Wagner selbst nicht eingreifen kann. „Die Zuschauerrolle ist hart, jede Niederlage tut mir weh, weil ich nicht helfen kann. Auf der anderen Seite kann man ja aber auch nicht sagen, dass es mit mir anders gelaufen wäre.“ Sein Trainer allerdings weiß, dass er den 25-Jährigen gerade in der jetzigen Situation gut gebrauchen könnte. „Dennis kann auf dem Platz mit seiner leidenschaftlichen Art immer ein Zeichen setzen. Er war und ist ein Führungsspieler, den wir brauchen“, erklärt Oliver Zapel, obwohl auch ihm klar ist, dass noch Zeit ins Land gehen wird, bis er wieder auf Wagners Dienste zurückgreifen kann. „Trotzdem hoffe ich natürlich, dass Dennis noch das eine oder andere Spiel in dieser Saison für uns in der SH-Liga macht.“

Am Sonntag wird Wagner der Ligamannschaft im heimischen Ernst-Wagener-Stadion zumindest wieder die Daumen drücken können. Denn die SVE-Zweite ist bereits tags zuvor in Travemünde gefordert. Und nicht nur Wagner hofft, dass auch die Leidenszeit der ersten Mannschaft in der SH-Liga gegen den TSV Bordesholm (Anpfiff 14 Uhr) ein Ende findet. Einfach dürfte die Aufgabe gegen den 15. des Klassements zwar nicht werden. Der abstiegsbedrohte Aufsteiger präsentierte sich zuletzt in guter Verfassung und feierte gegen den SV Henstedt-Ulzburg (4:2), Flensburg 08 (2:1) und den NTSV Strand 08 (4:2) drei Siege in Serie. Dennoch ist das Ziel ein Heimerfolg. „Darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Wir müssen und werden dieses Spiel gewinnen – trotz angespannter Personalsituation“, stellt Zapel unmissverständlich klar, dass er einen Dreier erwartet.

Hoffnung, dass das gelingt, macht dem SVE-Coach vor allem der letzte Auftritt beim Spitzenreiter in Schilksee (1:2), bei dem die Stormarner auch „ohne sieben“ eine gute Leistung zeigten. „Dafür, dass uns die Grippewelle so richtig erwischt hat, war das gut. Uns fehlt im Moment einfach etwas Glück. Gegen Dornbreite treffen wir viermal, in Kiel zweimal Aluminium. Und auf der anderen Seite gehen solche Dinger rein – das ist bitter.“

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, im Ernst-Wagener-Stadion.
Schiedsrichter: Truels Reichardt (Husum) mit den Assistenten Max Rosenthal und Timo Bödiker.
Nicht dabei: Fynn Berndt (Schulterverletzung), Arnold Lechler (Bänderverletzung), Simon Koops (Knie) und Dennis Wagner.
Fraglich: Vincent Janelt (Fleischwunde), Julian Barkmann (Grippe).
Voraussichtliche Aufstellung: Barkmann (Lucassen) – Krajinovic, Jan-Ole Rienhoff, Marschner – Silva Monteiro, Seiler, Heidenreich, Fischer – M. Schubring, Kossowski, Maltzahn.

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erstellt am 28.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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