zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 18:39 Uhr

Elternberatung: Oase seit zehn Jahren dabei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Oldesloer Mehrgenerationenhaus stärkt Bildungskompetenzen in Familien - die Einrichtung zählte zu den bundesweit ersten, die auf diesem Sektor aktiv wurden. Die Förderung als Mehrgenerationenhaus läuft Ende des Jahres aus. Eine Anschlussfinanzierung muss dringend gefunden werden.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 17.Jan.2014 | 00:35 Uhr

„Schule muss man langsam ändern“, ist Oase-Chefin Wiebke Finck überzeugt: „Und vor allem mit den Schülern zusammen.“ Die Übernahme der Trägerschaft des offenen Ganztagsbetriebs an der Klaus-Groth-Schule und an der Grundschule West wird in diesem Jahr das beherrschende Thema im Mehrgenerationenhaus Oase. Oase-Mit-Chefin Andrea Kefrig-Blase erklärt: „Natürlich haben wir eigene, neue Ideen, aber erst mal werden wir auf das Gute und Bewährte vom Verein feste Grundschulzeiten zurückgreifen.“ Man spürt, angesichts der bevorstehenden neuen Aufgabe macht sich etwas Aufregung in der Oase breit: Der Vertrag mit der Stadt muss unter Dach und Fach gebracht werden, es gilt rechtzeitig qualifiziertes Fachpersonal einzustellen und nicht zuletzt, muss ein attraktives Kursprogramm stehen.

Und was steht sonst noch so für dieses Jahr an? „Unsere kindergartenähnliche Einrichtung wollten wir eigentlich dieses Jahr ausbauen. Das haben wir aber erst mal zurück gestellt“, erklärt Andrea Kefrig-Blase: „Die Notfallbetreuung läuft.“ Für dieses Programm hat die Oase vier Fachkräfte angestellt, die für Betreuungs-Notfälle bereit stehen. Kinder im Alter zwischen sieben Monaten und 14 Jahren wurden von ihnen bereits kurzfristig übernommen. 75 Einsätze mussten bislang bewältig werden. „Noch nie mehr als drei am Tag“, so Wiebke Finck. Das Oase-Team geht davon aus, dass solche familienfreundlichen Angebote in Zukunft deutlich an Bedeutung wachsen werden. Sollte die Nachfrage steigen, müsse über mehr Personal nachgedacht werden.

Das Programm „Mehrgenerationenhaus“ läuft Ende des Jahres aus. Da bei geht es um eine ordentliche Stange Geld für die Einrichtung: 30 000 Euro Bundesmittel und 10 000 Euro von der Stadt. Andrea Kefrig-Blase: „Wenn uns das wegbrechen sollte – das geht gar nicht.“ Vor drei Jahren gab es mit dem Ministerinnenwechsel an der Spitze des Familienressorts eine ähnliche Situation. Viele Mehrgenerationenhäuser sprangen ab. „Es ist wichtig, dass wir hier Eltern und Familien stärken und stützen können. Der niedrigschwellige Ansatz ist wichtig, aber das Programm ist einfach zu aufwändig.“ Kurzfristig kam die Oase seinerzeit doch wieder in das Programm.

Seit mittlerweile zehn Jahren ist die Oase Stützpunkt für Elternberater beziehungsweise Elternbegleiter. Sie helfen dabei, Eltern frühzeitig für die Bildungsverläufe ihrer Kinder zu interessieren und beraten dabei, die Übergänge beispielsweise von der Kita zur Schule besser zu gestalten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen