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Stormarner Tageblatt

24. November 2017 | 21:40 Uhr

Einmal Schule und zurück

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach dem Abi in die Schule: Maximilian Neßmann und Jonah Pehmöller machen ihren Bundesfreiwilligendienst. Im Eckhorst Gymnasium in Bargteheide gewähren beide Einblicke.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 11:59 Uhr

Abitur, was nun? Für viele Menschen ist es schwierig, sich nach dem Abitur zu entscheiden, was sie jetzt tun sollen. Die Leute, die einen Plan haben, machen eine Ausbildung oder gehen studieren. Die Leute, die keinen Plan haben, gehen erstmal ins Ausland oder jobben. Doch für fast alle gilt – sie sind froh aus der Schule raus zu sein. Bei Maximilian Neßmann und Jonah Pehmöller ist das anders. Sie gehen wieder zur Schule – aber auf eine andere Art und Weise.

„Für mich war das gar nicht so wichtig, Schule oder keine Schule. Ich sitze nicht mehr im Unterricht und muss lernen, sondern ich habe hier die Chance etwas eigenes zu gestalten“, sagt Maximilian Neßmann, Bundesfreiwilligendienstler
im Medien- und Lernzentrum am Eckhorst Gymnasium. Seit dem 1. September 2016 arbeitet Neßmann bereits wieder in der Schule.

Der 20-jährige Abiturient der Oldesloer Theodor-Mommsen-Schule ist medienaffin und gibt sein Wissen sehr gerne weiter.

Das gleiche gilt für Jonah Pehmöller. Der 19-Jährige hat ebenfalls erst 2016 sein Abitur an der Theodor-Mommsen-Schule gemacht und ist laut eigener Aussage „überdurchschnittlich sportlich“. Er entschloss sich, seinen Bundesfreiwilligendienst beim Kreissportverband (KSV) zu machen. Dadurch betreut er an zwei Tagen in der Woche auch sportliche Belange am Eckhorst Gymnasium. „Der Schulsport ist eine gute Abwechslung für mich. Ich mache sonst viel Vereinssport, gerade im inklusiven und Behindertensport“, sagt er.

Neßmann, der „Medienbufdi“, ist besonders stolz auf sein Projekt. Er entwickelte das Format „REB-TV“, Radio Eckhorst Bargteheide TV, weiter. „Ich habe herausgefunden, dass Filmen und Filme produzieren total viel Spaß macht. Ich habe mir dazu eine Menge Wissen angeeignet“, erklärt er. Pehmöller, der „Sportbufdi“, ist vom Trainer-Dasein angetan. Ob in einer Sport-AG, im Unterricht oder bei Einheiten mit den behinderten Sportlern – das Training hat dem Oldesloer viel Spaß gemacht. „Ich kann mir vorstellen, nach meinem Bundesfreiwilligendienst weiter als Trainer zu arbeiten“, sagt der 19-Jährige.

„Jonah Pehmöllers Stärke ist die Praxis. Seitdem er hier ist, hat er eine sehr positive Entwicklung genommen. Wir sind sehr froh über die Kooperation mit dem Kreissportverband“, sagt Schulfachkoordinator Michael Schwarz und fügt hinzu. „Maximilian Neßmann hat eine gute Übersicht und ist gut organisiert. Außerdem übernimmt er Dinge, die über seinen Bereich hinausgehen. Er hat mit der „Talentecke“ einen Talentwettbewerb für die Schüler entwickelt und eine Schulband ins Leben gerufen. Das ist für uns großartig und wir nehmen das dankend an.“

Trotz Spaß, den beide bei ihrer Schularbeit haben, interessiert sich keiner von ihnen für den Beruf des Lehrers. „Ich habe kurz überlegt, ob ich Lehrer werde und habe mir ein paar
Studiengänge angeschaut. Aber ich möchte nicht mein ganzes Leben an der Schule verbringen und gleiche Lerninhalte immer wiederholen“, sagt Neß-

mann. „Der Oberstufe brauche ich nur einen Volleyball in die Hand zu drücken und die können sich selbst beschäftigen. Die Kleinen sind schon anstrengend für die Nerven. Nach dem Schultag lege ich mich auch gerne ins Bett. Ich glaube der Job Lehrer wäre mir zu anstrengend“, so Pehmöller.

Durch die Zeit am Eckhorst Gymnasium hat sich zwischen den beiden Oldesloern eine Freundschaft entwickelt. Sie fahren mittwochs und donnerstags immer gemeinsam zum Eckhorst und tauschen sich über ihre Arbeit aus. Sie verstehen sich vor allem als Bindeglieder zwischen Schülern und Lehrern. Ende Juli, zu den Sommerferien, beendet Maximilian Neßmann seinen Bundesfreiwilligendienst und möchte beruflich im Event-Management Bereich durchstarten. Jonah Pehmöllers Bundesfreiwilligendienst beim Kreissportverband endet am 31. August. Er weiß noch nicht, was er beruflich machen möchte, könnte sich aber durchaus etwas mit Sport vorstellen.

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