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Stormarner Wochenschau : Einige sind dicht, andere nicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Straßen sind dicht, das erleben Autofahrer jeden Tag. Aber was ist mit Politikern?

Schattenspringen

Weinende Mütter, schreiende Väter, Kinder, die darunter leiden müssen, dass sich Land und Kommunen über Zuständigkeiten streiten – Das wollten sich die Fraktionschefs von CDU und SPD, Joachim Wagner und Reinhard Mendel, nicht antun. Die Rechtslage ist klar: Das Land hat beschlossen, dass behinderte Kinder freie Schulwahl haben und Förderzentren aufgelöst werden, bloß zahlen wollte Kiel nicht für die Inklusion. Das musste der Kreis übernehmen, bei dem sich die Eltern meldeten und Schulbegleitung im Rahmen der Eingliederungshilfe einforderten. Gerichtlich ist seit Februar klar, dass das Land in der Zahlungspflicht ist. Dort rührte man sich aber nicht. Den Eltern lief die Zeit davon, und sie richteten ihre Wut gegen den Kreis. Obwohl das Land in der Pflicht ist, das mit der FAG-Reform dem Kreis ohnehin Millionen abzweigt. Trotzdem hätte man es irgendwie hinbekommen, im Kreistag am 27. Juni eine Regelung für die Familien zu beschließen, so Wagner und Mendel. Quasi in letzter Minute hat Kiel eingelenkt und sich bereit erklärt, seinen Teil an den Kosten zu übernehmen. Auch wenn die Eltern erleichtert sind, ein Grund, froh zu sein, ist das nicht. Die eigentlich selbstverständliche Kosten-Erklärung hätte schon vor Monaten kommen müssen. Mit verantwortungsvoller Politik hat es nichts zu tun, wenn man Familien ohne Not in die Verzweiflung laufen lässt.

Standhaft

Im Stau sind ja alle gleich, da geht es für niemanden vorwärts. Jan Josef Liefers twitterte am Montag: „Hänge grade im Unfallstau um Bad Oldesloe. Ist okay, mir fehlen nur noch zwei zum Skatspielen.“ Wenn man weiß, dass er zum Ensemble von Schweigers neuem Film „Honig im Kopf“ gehört und dafür Montag in Altfresenburg eine Partyszene gedreht wurde, ahnt man, wohin er unterwegs war. Oldesloe ist nur noch dicht, in Reinfeld sind Straßen gesperrt, ebenso in Ahrensburg. Auf den Autobahnen rundherum wird gebaut, das gibt Staus, und wenn dann ein Unfall dazu kommt, geht gar nichts mehr. Keine Besserung in Sicht. Til Schweiger wollte sich das wohl gar nicht erst antun und mietete sich deshalb in einer Pension in Seefeld ein. Ganz schön schlau.
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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 24.Mai.2014 | 08:00 Uhr

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