Einer kam, ein anderer ging

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08. Juli 2014, 16:02 Uhr

Matthias Rohde von den Freien Bürgern Oldesloe (FBO) schritt selbstbewusst und entschlossen auftretend in Richtung Rednerpult in der Festhalle, um dort seine Enerennungsurkunde zum Stadtverordneten entgegenzunehmen. Nachdem es nach dem Wahlergebnis für die FBO nicht zum Einzug ins Stadtparlament gereicht hatte, rückte er nun nach dem Ausscheiden von Uwe Loeck nach, der seinen Sitz zur Verfügung gestellt hatte. Die Reaktionen fielen gemischt aus. Vor allem Ex-FBO-Mann Wolfgang Schmidt mochte sich mit der Rückkehr Rohdes in die Stadtverordetenversammlung nicht freuen. Aus dieser – und allen anderen politischen Ämtern wie unter anderem dem Amt des stellvertretenden Bürgermeisters – war Rohde 2007 mit viel Lärm zurückgetreten. Später gehörte er zu den Mitbegründern der FBO, für die er nun in die Stadtverordnetenversammlung zurückkehrt. „Gut ist das nicht. Mir wird eigentlich ganz schlecht, wenn ich daran denke“, blieb Schmidt ehrlich. Er hatte schon in früheren Gesprächen gesagt, dass er den Politikstil innerhalb der FBO als sehr bedenlich empfinde. Denn dieser richte sich nur nach den Vorstellungen des Ehepaars Rohde. Dass dieses vermeintliche „Dream-Team“ nun wieder auch in Oldesloes höchstem politischen Gremium vereint ist, erscheint Schmidt als Insider eher negativ. Er verweigerte dementstprechend auch den Applaus. Rohde nahm zufrieden seine Urkunde und die Glückwünsche entgegen, setzte sich auf seinen Platz und schwieg den restlichen Abend.
Während ein streitbarer Charakter wieder zurück ist, ging ein anderer von Bord, bevor es Streit gibt. Volker Evers (SPD) ist von seinem Amt als Stadtverordneter zurückgetreten. Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann überreichte im Namen der Partei einen Blumenstrauß. Evers möchte sich ganz der Arbeit im neuen Marketingverein „Wir für Oldesloe“ engagieren, der sich in der Gründungsphase befindet und dessen designierter Vorsitzender Evers ist.

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