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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 21:51 Uhr

Einer hat sich verrechnet

vom

Zensus und Widerspruch der Gemeinde Thema beim Habersaat-Besuch in Barsbüttel

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Barsbüttel | Barsbüttel hat 11 850 Einwohner und damit 371 weniger als gedacht - das war eines der Ergebnisse des Zensus 2011. Während das Land und der Kreis künftig auf mehr Einnahmen hoffen können, drohen Barsbüttel Verluste. Der Widerspruch der Gemeinde gegen das Zensusergebnis war eines der Themen im Gespräch zwischen Bürgermeister Thomas Schreitmüller (CDU) und dem SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat, der in jedem Sommer "seine" Bürgermeister besucht, um sich über Themen und Projekte auszutauschen.

"Als Mitglied des Landtags darf ich bei Landesbehörden jede Menge Fragen stellen, wenn etwas mal nicht oder nicht rund läuft. Und ich bin dankbar für die Hinweise, die ich von den Bürgermeistern bekomme", so Habersaat. Thomas Schreitmüller hat für diese Gespräche immer ein kleines Mäppchen vorbereitet. "Ich erwarte keine Wunderdinge, es ist aber gut, sich der Themen von verschiedenen Seiten anzunehmen und einen konstruktiven Austausch zu pflegen."

Am 8. August hat Kiel die Kommunen eingeladen, die Widerspruch gegen den Zensus eingelegt haben. Schreitmüller und Habersaat: "Wenn sich das Statistische Amt verrechnet hat, müssen die Zahlen korrigiert werden. Falls der Fehler auf Seiten der Gemeinde liegt, wäre es wichtig zu erfahren, wie er entstanden ist und was künftig besser gemacht werden kann."

Ein "dickes Brett" ist die Zusammenarbeit mit Hamburg. Der Wirtschaftsminister hatte Barsbüttel kürzlich bei seinem Besuch als "Metropolregion pur" bezeichnet. "Das stimmt ja auch", sagt Thomas Schreitmüller, "aber was folgt daraus?" Es fehlten "Projekte, die wirklich wahrnehmbar sind und über Partei- wie Landesgrenzen hinaus getragen werden", sagte auch Habersaat.

Ein weiteres Thema war die geringe Wahlbeteiligung. In Barsbüttel war sie unter 40 Prozent gesunken, obwohl es den meisten Parteien und Wählergemeinschaften in den vergangenen Jahren gelungen sei, junge Menschen an die Arbeit für die Gemeinde heranzuführen. Schreitmüller und Habersaat hoffen, dass aktive junge Menschen andere für Mitarbeit an der Demokratie begeistern können und wollen sich auch selbst daran beteiligen: "Wir stehen für Besuche in Vereinen, Kursen und Schulklassen zur Verfügung, berichten gerne über unsere Arbeit und über politische Zusammenhänge." Auch Gegenbesuche in Rathaus und Landtag seien möglich.

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