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Jubiläumsvortrag : Eine Zeitreise durch Trittau

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

150 Jahre Kreis Stormarn: Das Kreisarchiv blickt einmal mehr zurück und behandelt dieses Mal „Trittau im Bild“. Der Abend findet am 16. Februar im Rathaus statt.

Erinnern Sie sich noch an die Fahrt mit der Bahn vom Trittauer Bahnhof nach Bad Oldesloe, Schwarzenbek oder Hamburg? An den „Wald- und Seenreichen Luftkurort“ zwischen Hahnheide und Seenlandschaft? Oder an den Arbeitskampf für die 35-Stunden-Woche? Nein?! Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich Donnerstag, 16. Februar vormerken. Das Kreisarchiv Stormarn zeigt mit seinem Kooperationspartner, dem Amtsarchiv Trittau, ab 19 Uhr im Rathaus, Europaplatz 5, den Bildvortrag „150 Jahre Kreis Stormarn – Trittau im Bild“. Historikerin Barbara Günther wird Sie auf eine kurzweilige und informative Bilderreise durch die Vergangenheit Ihrer Gemeinde mitnehmen. Der Eintritt ist frei.

Zum Kreisjubiläum gibt das Kreisarchiv mit der Vortragsreihe „150 Jahre Kreis Stormarn – 15 Orte im Bild“ noch bis zum 28. Februar Einblick in seine umfangreichen Bildsammlungen. Tausende Fotos, Dias, Luftbilder und Ansichtskarten bilden das visuelle Gedächtnis des Kreises – eine wahre Fundgrube, die bislang nur in Teilen erschlossen ist. Viele Abbildungen stammen aus Nachlässen regionaler Fotojournalisten, sind Hinterlassenschaften begeisterter Hobbyfotografen oder wurden von Behördenmitarbeitern zu verschiedensten Anlässen aufgenommen.

Vom Entstehen des Luftkurortes um 1900 über Luftbilder aus den 1950er Jahren bis zur Eröffnung des Atelierhauses der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn im Jahr 2006 reicht die Zeitspanne des Vortrags. Dabei werfen die teilweise noch nie gezeigten Bilder Schlaglichter auf die Entwicklung der Gemeinde Trittau.

Sie entführen die Betrachter in eine heute manchmal fremd erscheinende Vergangenheit, wo Gasthäuser nicht nur Tagesausflügler aus der nahen Großstadt mit Clubzimmer, Pianobar oder Kegelbahn lockten. Hotels boten Zimmer oder sogar Massenquartiere auf dem Saal an, und viele Sommerfrischler fanden preisgünstige Unterkunft in reizvoll gelegenen „Pensionaten“. Prächtige Villen säumten die zentrale Straßenachse durch Trittau. Der Mühlenteich mit der Kornwassermühle, die Partie an der Schönau und die Hahnheide luden zu Spaziergängen ein. Im Genesungsheim der Hamburger Ortskrankenkasse konnten sich Kranke in der guten Luft erholen.

Manchmal lassen die Fotografien auch Altvertrautes wieder lebendig werden wie den Trittauer Staatsbahnhof oder die Fahrt mit Kreisbahn, Triebwagen oder Dampfzug. Auf dieser 1976 eingestellten Bahnlinie konnte man viele Jahrzehnte lang schnell nach Bad Oldesloe zum Einkaufen gelangen oder weiter in die Großstädte Hamburg und Lübeck reisen. 1968 ließ ein Dampf-Sonderzug die Eisenbahngeschichte des Ortes aufleben.

Einige Bilder lassen die Entwicklung Trittaus zu einem Wirtschaftsstandort im Osten des Kreises Stormarn aufleben, von der früheren Nico-Pyrotechnik hin zu Gewerbegebieten mit mittelständischen Unternehmen. 1993 fand vor dem Autohaus Russmeyer ein Streik der Beschäftigten während des Arbeitskampfes der IG Metall für die 35-Stunden-Woche statt.

Und 1997 legte man den Grundstein für ein innovatives Kompostwerk im Technologiepark. Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung werden der Bau neuer Wohnsiedlungen, der Ausbau der Infrastruktur oder die Erweiterung der Schulen ebenso thematisiert wie kulturelle Veranstaltungen.




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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 09.Feb.2017 | 06:00 Uhr

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