Eine weitere Immobilie für Flüchtlinge

Das frühere Geschäfts- und Wohnhaus soll umgebaut werden.
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Das frühere Geschäfts- und Wohnhaus soll umgebaut werden.

Gemeinde reagiert auf Wohnraumnot / Infoabend

shz.de von
01. Juli 2015, 10:54 Uhr

Auch für die Gemeinde Ammersbek ist die Unterbringung von Asylsuchenden/Flüchtlingen eine ständige Aufgabe und Herausforderung. Von den bisher in der Gemeinde aufgenommenen zirka 70 Personen sind in der gemeindeeigenen Gemeinschaftsunterkunft zurzeit 21 Personen untergebracht, zusätzlich hat die Verwaltung neun Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt angemietet.

Mit Unterstützung des Freundeskreises für Flüchtlinge und der Verwaltung konnten neun Wohnungen direkt von Flüchtlingen angemietet werden. „Die Suche nach geeignetem Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen ist für uns eine dauerhafte Aufgabe“, sagt Ammersbeks Bürgermeister Horst Ansén.

Der aktuelle Bedarf an geeignetem Wohnraum und der künftige Bedarf gemäß Prognose, kann allein mit Anmietung oder Vermittlungsunterstützung von Wohnungen nicht gedeckt werden, so der Verwaltungschef. Die Gemeinde hat nun darauf reagiert. In der Georg-Sasse-Straße, Ortsteil Lottbek, stand eine geeignete Immobilie zum Verkauf an. Das ehemalige Geschäfts-und Wohnhaus soll nun so umgebaut werden, dass dort etwa 26 Personen untergebracht werden können. Die Immobilie verfügt über eine separate Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad, die für die Unterbringung einer Familie geeignet ist und so erhalten bleiben soll. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss sollen durch Umbaumaßnahmen acht Zimmer entstehen. Waschräume, Toiletten, Küchenräume und Aufenthaltsräume werden durch die Umbaumaßnahme ausreichend vorhanden sein.

„Wir sind froh, dass wir die Immobilie kaufen konnten, der Standort ist geeignet und die Umbaumaßnahmen können noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, so dass wir dann die Räume auch zügig zur Verfügung stellen können“, sagt Bürgermeister Ansén. Damit entsteht in der Gemeinde eine zweite Gemeinschaftsunterkunft. Wir müssen handeln, zu allererst müssen die Menschen, die zu uns kommen, vernünftig untergebracht werden. Viele Städte und Gemeinden müssten auf Containerlösungen zurückgreifen, der Kauf und Umbau des ehemaligen Geschäfts- und Wohnhauses sei die bessere Lösung, ist sich Ansén sicher.


Die Verwaltung informiert am Dienstag, 7. Juli, ab 19.30 Uhr im Saal des Dorfgemeinschaftshauses über Asylsuchende und Flüchtlinge in Ammersbek. Die Unterbringung ist dabei ein zentrales Thema.



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