Eine Umgebung zum Wohlfühlen

Im Jugendkeller treffen sich jede Woche bis zu 50 Kinder und Jugendliche.
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Im Jugendkeller treffen sich jede Woche bis zu 50 Kinder und Jugendliche.

Peer Franzen und Jannik Rosenkranz gestalteten den Jugendkeller im Gemeindehaus neu

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20. Februar 2013, 09:16 Uhr

Reinfeld | "Es ist Gold wert, dass man sich auf die Beiden so hundertprozentig verlassen kann", lobt Diakonin Kerstin Frerichs die Ehrenamtlichen Jannik Rosenkranz (23) und Peer Franzen (21), die ihr seit vielen Jahren helfend zur Seite stehen. Man könne sie um drei Uhr nachts anrufen, sie würden sofort vor der Tür stehen. Seit ihrer Kindheit engagieren sich die beiden Reinfelder in der evangelischen Kirchengemeinde.

"Ich war schon als kleines Kind in einer Kirchengruppe", erinnert sich Peer Franzen. Ob Jugendchor, Mitwirken im offenen Jugendtreff oder Engagement in der Konfirmanden- und Jugendfreizeitarbeit - die jungen Männer haben hier ihre festen Wurzeln gefunden und halten ihrer Gemeinde die Treue, obwohl sie längst nicht mehr so viel Freizeit haben wie noch während ihrer Schulzeit.

"Man muss sich das halt einteilen" meint Jannik bescheiden. Der gelernte Kfz-Mechatroniker engagiert sich in (fast) jeder freien Stunde für die Jugendarbeit, ebenso Peer. Er ist Fachkraft für Abwassertechnik. "Wir sind beide handwerklich geschickt und können daher hier im Gemeindehaus viel mithelfen", sagt Jannik. Erst vor kurzem verbrachten die Zwei drei Tage damit, den Jugendkeller neu zu gestalten. Eine Selbstverständlichkeit für die beiden jungen Reinfelder.

Ihr technisches Geschick investierten sie in die Installation einer neuen Musikanlage mit viel Hightech, die aber trotzdem für jeden leicht zu bedienen ist. 500 Euro, die der Basarkreis der Kirchengemeinde spendete, wurden in die moderne Anlage investiert. Außerdem strichen sie die Wände und sorgten mit Holzplatten vor den Lampen für gedämpftes, warmes Licht, bauten neue Regale auf. Diese gab Janniks Arbeitsgeber, das Autohaus Kemnitz in Bad Oldesloe, dazu. Die Elektrik war für sie auch kein Problem. Aus Sicherheitsgründen mussten vom Elektriker nachher nur noch die Anschlüsse gelegt werden.

"Rund 50 Stunden haben sie in das Projekt investiert", freut sich die Diakonin über das Engagement. Mit einer Disco wurde der neu gestaltete Jugendkeller nun eingeweiht. "Wir wollten den Jugendkeller neu in Szene, neue Akzente setzen und so eine Umgebung zum Abschalten und Wohlfühlen schaffen", erklärt Peer.

Jeden Freitagabend treffen sich hier Jugendliche ab zwölf Jahren zum Klönen, Musikhören, Spielen, Toben und Tanzen. Da sind Jannik und Peer natürlich auch meistens mit dabei und liefern sich gern mal eine Kissenschlacht mit den Teilnehmern. Oder sie sorgen gemeinsam mit anderen Jugendleitern (Teamer genannt) dafür, dass es etwas Leckeres zu essen gibt und gute Musik aus den Lautsprechern ertönt.

Geplant sind gemeinsame Gesellschaftsspiele-Abende. "Bis zu 50 Kinder nutzen jede Woche den evangelischen Jugendtreff", erklärt Frerichs, die seit acht Jahren für die Jugendpflege der Gemeinde zuständig ist. Den Jugendtreff im Gemeindehaus versteht sie als sinnvolle Ergänzung am Wochenende zum städtischen Angebot im Ganztagszentrum.

Viele Freundschaften sind im Laufe der Jahre entstanden. "Wir sind hier ein tolles Team. Enge Kontakte haben sich durch unsere Aktivitäten auch zu Jugendlichen der Oldesloer Kirchengemeinde entwickelt", erklärt Jannik. Peer und Jannik hoffen, dass sich noch der eine oder andere Spender findet, damit der Jugendkeller noch schöner werden kann.

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