Trittauer Martin-Luther-Kirche : Eine Truhenorgel als Notlösung

Kantorin Barbara Fischer an der Truhenorgel, die übergangsweise bis zum Neubau der Orgel in 2016 benutzt wird.
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Kantorin Barbara Fischer an der Truhenorgel, die übergangsweise bis zum Neubau der Orgel in 2016 benutzt wird.

Das Spendenbarometer für eine neue Orgel in der Trittauer Martin-Luther-Kirche muss noch steigen.

shz.de von
15. November 2014, 06:00 Uhr

Die alte Orgel in der Martin-Luther-Kirche wurde für einen nicht näher bezeichneten fünfstelligen Betrag nach Frankreich verkauft. Bereits im August wurde sie abgebaut. „Das war ein Glücksfall für uns, dass die Franzosen besonders gerne eine Kleuker Orgel wollten, weil sie damit Werke von Bach besonders gut darstellen können“, so Kantorin Barbara Fischer. In Alp d’hues gibt es bereits so ein Orgel, die „die Hand Gottes“ genannt wird und zum Kult geworden ist. Obwohl der Spieltisch und einige Register restauriert werden müssen, die Orgel komplett umgebaut werden muss, interessierte sich ein französischer Orgelbauer dafür. Der dortige Raum habe eine andere Akustik als die hiesige Kirche, erläutert Fischer.

In der Martin-Luther-Kirche wird sich für den Übergang mit einer Truhenorgel beholfen, die der Orgelbauer Weimbs, der die neue Orgel baut, zur Verfügung gestellt hat. Sie steht im Altarraum und hat einen vollen Klang. 2016 soll die neue Orgel kommen. Bis dahin muss auch das Spendenbarometer des Orgelbauvereins noch ansteigen, das jetzt bei stolzen 240 000 Euro liegt. 60 000 Euro fehlen also noch, um die neue Orgel zu bezahlen. Mit den Konfirmandenwaffeln und dem Kirchenpunsch auf dem Nikolausmarkt soll es wieder ein bisschen voran gehen. „Die Zeitstiftung hat zwei Pfeifen übernommen und auch das Werbebanner an der Kirche beim Umbau hat einiges eingebracht“, so Barbara Fischer.



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