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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 03:38 Uhr

Bargfeld-Stegen : Eine Stimme für Senioren

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

2950 Menschen leben in Bargfeld-Stegen. Davon sind 657 älter als 60 Jahre. Ihre Sorgen und Probleme sollen nun verstärkt Gehör finden.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 16:17 Uhr

Senioren machen fast ein Viertel der Einwohner in der Gemeinde aus, werden aber dennoch stiefmütterlich behandelt – so der Eindruck von Caren Westermann und Christian Rink vom Familientreff Bargfeld-Stegen. Viele seien verärgert und machten in Gesprächen auf der Straße ihrem Unmut Luft, so der Altbürgermeister. Einige vermissten beispielsweise einen Seniorenbeirat, andere einen guten Informationsfluss. „Mit einem Seniorenbeirat bin in damals schon in meiner Amtszeit an der Politik gescheitert“, erklärt Rink. Er war mehr als 14 Jahre lang Bürgermeister (1994 bis 2008) und gleichzeitig Schulverbandsvorsteher des Amtes Bargteheide-Land. „Vieles wird heute nur noch per E-Mail kundgetan.“ Aber viele hätten gar kein Internet, seien auf die herkömmliche Übermittlung via Telefon oder Aushang angewiesen, so Rink: „Aber einen Printaushang in der Gemeinde gibt es nicht mehr, schade.“

Das findet auch Caren Westermann, Gründungsmitglied des 1995 ins Leben gerufenen Familientreffs: „Senioren wollen wissen, was in ihrem Dorf passiert.“ Abgesehen von parteilichen oder konfessionellen Angeboten werde für die ältere Klientel zu wenig getan, sind sich Westermann und Rink einig. Das soll sich ändern.

Da es schon keinen Seniorenbeirat gibt, möchte sich der Familientreff als verlängerter Arm der älteren Einwohner für deren Belange einsetzen und lädt am Freitag, 18. März, ab 15 Uhr zum Bürgerdialog ein. Beim ersten Frühlingskaffee im Bürgerhaus am Mittelweg „möchten wir gemeinsam ins Gespräch über eine altersverträgliche Infrastruktur im Dorf kommen“, machen beide deutlich. Aktuelle Sorgen und Probleme sollen auf den Tisch kommen und Fragen wie: „Was fehlt den Senioren?“, „Was wünschen Sie sich für die Zukunft?“ und „Wo sehen Sie – außer beim fehlenden Nahversorgungsmarkt – noch Handlungsbedarf?“ nachgegangen werden. Eines macht Caren Westermann schon mal klar: „Gemeinsam können wir etwas bewegen. Als Einzelperson weniger.“ Deshalb wäre es schön, wenn so viele ältere Bürger wie möglich an der Premiere des Bürgerdialogs teilnehmen würden. Dafür ist eine telefonische Anmeldung bis zum 10. März notwendig. Ansprechpartnerinnen sind Ellen Schacht (Ruf 4674) und Christel Knuth (Ruf 4836). Auch per E-Mail können sich die Einwohner ab 60 Jahren anmelden – bei Christian Rink unter der Adresse: chr.rink@web.de. Der macht deutlich: „Wir wollen hier für Senioren einen Pflock einschlagen.“


>Kostenbeitrag pro Person: 4 Euro

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