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Casting-Show „The Voice“ : Eine Stimme aus Stormarn

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Oldesloerin Luisa Kummerfeld steht bei „The Voice“ auf der Bühne: „Eigentlich war ich ganz cool“ .

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erstellt am 17.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Sie hat den großen Sprung geschafft – von der Stadtfestbühne in die Casting-Show „The Voice of Germany“. Kommenden Donnerstag, 23. Oktober, wird die so genannte Blind-Auditions der Oldesloerin Luisa Kummerfeld auf Pro 7 zu sehen sein.

„Jolina war Schuld, sonst hätte ich mich da nie angemeldet“, erzählt die 17-Jährige. Zusammen mit der Freundin wurde der Online-Fragebogen ausgefüllt und ein Video hochgeladen. Das machen vermutlich Zigtausende, die Oldesloerin wurde aber zum Casting nach Hamburg eingeladen. „Da waren etliche hundert. In Gruppen zu 30 mussten wir a cappella vorsingen. Davon kamen jeweils zwei oder drei weiter. Ich wurde schon nach drei Sekunden abgewunken. Da dachte ich natürlich, das war’s“, erinnert sich die TMS-Schülerin. Sie kam weiter. Mit Songs von David Guetta, Katy Perry und Sara Bareilles wollte sie den Einzug in die Fernsehshow perfekt machen. Aber die Jury ließ sich nicht in die Karten gucken. Luisa Kummerfeld: „Normalerweise bekommt man per Mail Bescheid. Ich habe nichts bekommen und dachte deshalb: Dann wird’s doch nichts.“ Aber es kam bekanntlich anders. Während des Auftritts mit ihrer Band „Small Stepps“ beim Stadtfest enterte plötzlich Moderator Thore Schölermann mit Kamerateam die Bühne und überbrachte die Einladung nach Berlin.

Danach war erst mal Ruhe. „Ich habe es vermieden, groß zu Partys zu gehen. Ich habe Druck gespürt und wollte mich nicht verrückt machen“, erzählt sie. Ein paar zusätzliche Stunden mit ihrer Gesangslehrerin, das musste als Vorbereitung reichen.

In den Sommerferien ging es zu den „Blinds“ nach Berlin. Bei „The Voice“ sitzen die Juroren mit dem Rücken zu den singenden Kandidaten. Drückt einer innerhalb der Frist seinen Buzzer, kommt der Teilnehmer in dessen Team und wird von ihm für die weiteren Gesangswettkämpfe gecoached. Drücken mehrere, darf der Sänger sich daraus seinen Coach aussuchen.

Arbeit mit Vocal-Trainern, Proben im Studio, organisatorische Angelegenheiten und Rechtskram klären, aber auch Zeit mit einer Freundin verbringen – so gehen die Tage dahin. „Es ist alles viel kleiner als man so denkt, und vor allem sitzt man viel länger im Styling oder der Maske als es wirklich um Musik geht“, verrät die Gymnasiastin: „Es ist halt eine Show, aber es ist cool, mal hinter den Vorhang zu gucken.“

Alle Kandidaten waren im selben Hotel untergebracht. „Man geht durch die Flure und hört aus jedem Zimmer jemanden singen. Abends gab es Jam-Sessions – aber das sollte man nicht zu oft machen, um sich nicht zu sehr von den anderen beeindrucken zu lassen“, so Luisa Kummerfeld: „Der war schon mal mit einem Berühmten auf Tour, diese hat schon mal im Background für jemanden gesungen … da habe ich mich rausgezogen und mir gesagt: Die haben dich schon mit gutem Grund ausgesucht.“

In der Woche vor dem entscheidenden Auftritt passierte es dann: Die junge Oldesloerin wurde heiser. Eine Schachtel Halspastillen sollte es richten. Sie musste am letzten Aufnahmetag vor die Kamera. „Ich wäre lieber gleich am ersten Tag dran gewesen weil man sonst nur denkt: Oh Gott, die haben nur noch so wenige Plätze in ihren Teams“, schildert die Nachwuchssängerin ihre Gefühlslage. In der Nacht wenig geschlafen, mit Halsschmerzen auf die Bühne. Luisa: „Eigentlich war ich ganz cool, aber beim letzten Schritt zum Mikro hat mich eine Welle erfasst.“ Egal, es gibt nur diese eine Chance. „Here I am and I stand so tall, just the way I’m supposed to be“, singt sie mit ihren 1,62 Metern – „Gravity“ von Sara Bareilles. „Ich fand mich nicht so toll, war bei den Proben schon besser“, gibt sie selbstkritisch zu, aber das können die Juroren ja ganz anders gehört haben.

Und welches Team soll es sein, wenn sie die Auswahl hätte? „Anfangs wollte ich zu Stefanie“, erklärt Luisa: „Weil sie deutsche Texte schreibt, von ihr könnte ich vielleicht lyrisch was lernen.“ Aber es machte die Runde, dass die Silbermond-−Frontfrau etwas kühl und gar nicht so nett sei. Michi Beck und Smudo von den Fantastischen vier scheiden ebenfalls aus. „Die Fantas sind Rapper, ich bin Sängerin.“ Die Prioritäten sind klar gesetzt: „Rea Garvey hat einfach eine tolle Aura, singt auch ganz passabel und Samu ist einfach nur witzig, hat die ganze Zeit für Stimmung gesorgt.“

 

Die Entscheidung, wie es mit Luisa Kummerfeld bei „The Voice“ weiter geht, ist am Donnerstag, 23. Oktober, ab 20.15 Uhr auf Pro 7 zu sehen.


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