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Bargteheide : Eine Stadt wächst über sich hinaus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Willkommen in Bargteheide! Pro Jahr kommen 200 bis 300 Einwohner hinzu. Neubürger erhalten Begrüßungsmappen und Gutscheine.

„Stormarns lebendige Stadt“ wird ihrem Namen gerecht. Bargteheide steht gut da, kommt gut an: Die „Stadt der Linden“ ist nicht nur die größte schuldenfreie Kommune in Schleswig-Holstein. Und das seit Jahren! Sie wächst und gedeiht überdies unaufhörlich. Keine andere Gemeinde, keine andere Stadt in Stormarn hat in der Vergangenheit solche Wachstumswerte vorweisen können. Somit geht ein vom Kreis in Auftrag gegebenes Gutachten von 2013 auch in den nächsten Jahren von zirka 13,7 Prozent Bevölkerungszuwachs aus.

Derzeit leben 16 316 Menschen in Bargteheide (Stand: 13. August 2014). Die Einwohnerzahl hat sich somit seit Erlangung der Stadtrechte im Jahr 1970 (8000 Einwohner) mehr als verdoppelt. Eine Trendwende ist angesichts der Zahlen nicht abzusehen: Jedes Jahr kommen 800 bis 900 Neubürger hinzu. Rechnet man die 150 Sterbefälle und die Wegziehenden pro Jahr ab, bleiben immer noch 200 bis 300 zusätzliche Einwohner übrig.

„Das sind konstante Werte“, erläutert Sachbearbeiter Yannick Sommer vom Bürgerbüro. Das Alter der Neubürger reiche von bis, so Sommer weiter: Junge Familien, Menschen mittleren Alters und Senioren suchen sich Bargteheide als neuen Lebensmittelpunkt aus. Sie alle werden herzlich willkommen geheißen – mit einer Stadtmappe. Die gibt es bei Anmeldung im Bürgerhaus und beinhaltet ein Anschreiben des Bürgermeisters, ein Stadtbuch mit allen Kontaktdaten, einen Stadtplan (inklusive Wegweiser Amt Bargteheide-Land), zahlreiches Infomaterial, Checkliste und anderes mehr. Zudem gibt es Gutscheine für Erwachsene und Kinder (Bücherei, Freibad) sowie für kleine Kinder zusätzlich einen Bonus für die musikalische Früherziehung. Yannick Sommer: „Die Begrüßungsmappe hat einen Wert von 10 bis 15 Euro“ – und ist für Neuankömmlinge einfach eine nette Geste.

Woran liegt es, dass ausgerechnet Bargteheide und nicht etwa die Schlossstadt Ahrensburg oder die Kreistadt Bad Oldesloe über sich hinaus wächst? Immerhin liegen auch diese Städte (mehr oder weniger) im Speckgürtel von Hamburg und können mit allerhand Pfunden wuchern.

Vielleicht liegt es an Bargteheides Gesamtpaket. Seit Jahren haben die Bereiche Betreuung und Bildung Priorität. Millionen von Euro flossen und fließen auch zukünftig in Kita- und Schulprojekte. Die Stadt verzichtet auf Parkgebühren und gönnt sich sogar noch ein defizitäres Freizeitbad. Allein für diese große Sanierungsmaßnahme tauchen im Haushalt insgesamt vier Millionen Euro auf. Auf den demografischen Wandel hat die Stadt beispielsweise mit einem autarken Seniorendorf im Herzen Bargteheides reagiert und auf den Verkehrszustrom mit dem Westring, der – wie berichtet – immer mehr Form annimmt.

Für die Ansiedlung weiterer Unternehmen wurde das Gewerbeareal vergrößert und darüber hinaus auch sozialer Wohnraum nicht vergessen. Daneben hat sich die Stadt der Umwelt verpflichtet, ein umfassendes Konzept erstellt und extra eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.

Nicht zu vergessen: die Lage der Stadt. Die Anbindung zu den Autobahnen ist gut und die zur Schiene wird besser. Von 2018 soll die S4 bis nach Bargteheide fahren. Das bringt Entlastung für die vielen Pendler.

Bei allen positiven Entwicklungen hat natürlich auch Bargteheide Problemzonen. Eine ist beispielsweise der geplante Windpark. Um das Großprojekt am Glindfelder Weg wird heftig und leider auch, was bislang unüblich war, mit harten Bandagen und persönlichen Angriffen diskutiert, gestritten. Es fehlt an Parkplätzen in der Innenstadt und auch an Bauplätzen für Häuslebauer in spe. Die Neubaugebiete An der Kornmühle, An der Trabrennbahn, am Südring und Am Krögen sind ausgebucht. „Derzeit haben wir keine weiteren Grundstücke im Angebot“, betont Stadtkämmerer Joachim Teschke. Aber die Planung laufe. 2015, spätestens aber 2016 könnte es weiteren Grund und Boden geben. Angedacht ist, das Neubaugebiet Am Krögen zu erweitern. Das werde im nächsten Planungsausschuss Thema sein, so Teschke.

 

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erstellt am 16.Aug.2014 | 18:00 Uhr

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