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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 05:50 Uhr

Glinde : Eine Künstlerin mit Perspektiven

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Glinderin stellt ihre abstrakte Malerei im Gutshaus aus: Mit Kohlezeichnungen begann die gelernte Krankenschwester ihre Karriere.

Regina Brock aus Glinde ist im Oktober und November mit ihrer Malerei im Gutshaus zu Gast zu haben. Die Ausstellung unter dem Titel „Perspektiven“ wird am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im Kaminraum eröffnet. Silke Löbbers von der Sönke-Nissen Park Stiftung wird die Besucher begrüßen, Annika Leske von der „Aktion Menschlichkeit und Toleranz“ hält die Laudatio auf die Künstlerin und ihre Werke.

Regina Brock wurde 1965 in Hamburg geboren. Die gelernte Krankenschwester begann 1987 mit Kohlezeichnungen, Skizzen und Ölmalerei. Nach dem Abitur an der Abendschule studierte sie in den 90er Jahren Gesundheit, Sport und Biologie an der Uni in Hamburg.

1997 wurden die Drillinge Merle, Jette und Pepe geboren, die sie voll in Anspruch nahmen, zumal Regina Brock auch als Verwaltungsangestellte an der Uni arbeitet. Mittlerweile sind die Kinder volljährig und sie kann sich eingehend der abstrakten Malerei widmen.

Mit Acryl, Bitumen, Kaffeesatz, Spachtel und Pinsel bannt Regina Brock Objekte auf Leinwand und Holztafeln. Beim Betrachten entstehen Objekte, Landschaften und Welten. Schaut man hindurch oder hinein, entstehen neue Objekte und Figuren, die den Rahmen zum Raum machen. Ändert man seinen Standort, projizieren Material und Farben immer wieder neue Perspektiven. Die Perspektive kann durch Bewegung verändert werden. Dreidimensionale Objekte werden auf einer zweidimensionalen Fläche abgebildet und geben doch die Sicht auf die dritte Dimension frei.

„Die Arbeiten entstehen auf dem Fußboden in meinem Atelier in Glinde und meine Familie sind der ‚Resonanzboden‘ bei der Entstehung“, sagt Regina Brock, die Mitglied im Kunstverein Glinde ist. Ihr Schaffen erklärt sie so: „Das Spiel der unterschiedlichsten Materialien und Farben auf großformatigen Untergründen zeichnet meine Bilder aus. Formen und Objekte entstehen situativ im Prozess der Arbeit. Sie verschwinden dabei häufig im Nebel der Farben oder stechen manchmal deutlich hervor. Ein Objekt findet sich jedoch in nahezu allen Arbeiten. Wobei sie durch ihre Lage und Ausprägung grundsätzlich das Gegenständliche verlieren. Das Unbewusste wird durch die Betrachtung und Drehung der Arbeiten real, und für einen Moment verliert das Abstrakte seine Bedeutung.“ Ihren Arbeiten gibt sie bewusst keinen Titel, damit der Betrachter die Möglichkeit hat, seinen eigenen Namen und Bezug zu finden.

Die Künstlerin ist bei der Vernissage anwesend. Die musikalische Umrahmung setzt Alisha Penelope Kuhnke mit Klavier und Gesang. Die „Perspektiven“ sind bis zum 29. November zu sehen. (montags bis freitags, 10 bis 12, sowie montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr).

 





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