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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 03:47 Uhr

Ahrensburg : Eine Kindertagesstätte am Haken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die letzten Stahl-Module schweben ein. Die Kita-Bauweise ist 20 Prozent günstiger als konventionelle Variante

– Eine komplette Kita schwebte gestern Morgen in Großhansdorf ein. Mit einem Tele-Kran wurden die letzten drei von insgesamt sieben Modulen für die Kindertagesstätte „Neuer Postweg“ an ihren Standort befördert. „Bis zum frühen Nachmittag sind wir mit dem Rohbau samt Fenstern und Türen fertig“, sagte Bauleiter Dirk Materlik, „heute Abend kann er schon abgeschlossen werden.“ Schlüsselfertig ist das Gebäude damit noch nicht, denn der Innenausbau wird noch gut zwei Monate dauern.

Materlik legt Wert darauf, dass es sich bei den Modulen nicht um Container handelt: „Das ist keine Containerbauweise. Die Module aus Stahl werden mit schwimmendem Zement-Estrich versehen und erhalten eine Fassade aus Putz.“ Auf diese Weise habe seine Firma Kleusberg schon fünfstöckige Gebäude errichtet. In den Estrich wird jetzt eine Fußbodenheizung eingebaut, ein Flachdach wird das Gebäude schützen. Darauf wird noch eine Solaranlage installiert, um das Brauchwasser zu erwärmen.

Die Gemeinde Großhansdorf hatte sich für diese Bauweise entschieden, um Kosten zu sparen. 930 000 Euro kostet das Projekt, etwa 20 Prozent weniger als die konventionelle Bauweise. Die Gemeinde rechnet mit Zuschüssen von etwa 300 000 Euro von Kreis und Bund.

Zwei Krippengruppen sollen hier ab November untergebracht werden. „Eine Gruppe ist neu, die zweite wird von der Kita Haberkamp verlagert“, sagt Sven Gruß, Amtsleiter für Soziales und Schulen. Unter dem Strich könnten so 30 neue Betreuungsplätze geschaffen werden, denn im Haberkamp hält dann eine Elementargruppe Einzug. „Dafür wird diese Kita zurzeit umgebaut“, so Gruß.

Der Neubau hat etwa 285 Quadratmeter Nutzfläche. Neben den beiden Gruppenräumen gibt es Schlafzimmer für die Kinder, dazu kommen Personalraum, WCs und eine Küche. „Der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt ständig“, sagt Gruß. Der Jahrgang 2011 sei außerordentlich geburtenstark gewesen. Deshalb soll neben der bestehenden Kita am Wöhrendamm auch noch ein Pavillon errichtet werden. Er wird den Bedarf nur befristet für maximal drei Jahre decken. „Der Neubau kann hingegen später auch für andere Zwecke genutzt werden“, erklärt Gruß, „etwa für unsere Grundschule.“ Die Abnahme des Gebäudes ist für den 24. Oktober geplant.




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