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Anhalte- und Sichtkontrollen : Einbrüche in Stormarn - Polizei kündigt Kontrollen an

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Die Polizei befürchtet im Herbst mehr Einbrüche im Kreis Stormarn - und ist im Oktober auf den Straßen präsenter.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2015 | 17:30 Uhr

Ratzeburg | In der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Einbrüche - diese Erfahrung hat die Polizeidirektion Ratzeburg im vergangenen Jahr gemacht. Deshalb hat die Polizei im Kreis Stormarn Anhalte- und Sichtkontrollen angeordnet, die vom 8. Oktober bis einschließlich 4. November 2015 andauern sollen.

Landesweit intensiviert die Polizei die Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Eine besondere Häufung von Einbrüchen sei bereits wieder im Nahbereich Hamburgs und in den Bereichen entlang der A1 bis nach Lübeck festzustellen. „Die Kriminalitätslage in diesem Deliktsbereich stellt sich in diesem Jahr wesentlich dynamischer dar als noch im letzten Jahr“, teilt die Polizeidirektion Ratzeburg mit. Kontrolliert wird, wo sich zuvor Einbrüche gehäuft haben.

Die Kontrollen kündigt die Polizei für folgende Bereiche an:

  • Zuständigkeitsbereich der Polizeizentralstation Ahrensburg mit den Gemeinden Ahrensburg, Braak, Brunsbek, Grande, Grönwohld, Großensee, Großhansdorf, Hamfelde, Hoisdorf, Köthel, Lütjensee, Rausdorf, Siek, Stapelfeld, Trittau, Witzhave
  • Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Reinbek mit den Gemeinden Reinbek, Glinde, Barsbüttel, Oststeinbek, Wentorf
  • Zuständigkeitsbereich der Polizeizentralstation Bargteheide mit den Gemeinden Bargteheide, Ammersbek, Bargfeld- Stegen, Delingsdorf, Elmenhorst, Hammoor, Jersbek, Lasbek, Nienwohld, Steinburg, Todendorf, Tremsbüttel
  • Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Aumühle mit den Gemeinden Aumühle und Wohltorf
Hintergrund: Was sind Anhalte- und Sichtkontrollen?

Die Polizei erklärt Anhalte- und Sichtkontrollen so:

  • Das Gesetz verlangt eine auf Tatsachen gestützte Prognose, dass in einem durch diese Tatsachen bestimmbaren, einzugrenzenden Bereich (Kreisgebiet, Kreisgebietsteile, Gemeindegebiet) Straftaten von erheblicher Bedeutung (z.B. Wohnungseinbrüche) zu erwarten sind oder noch andauern. Tatsachen sind die hierbei zum Beispiel die erfassten Anzeigen wegen Einbruchdiebstählen.
  • Erzwingbare Identitätsfeststellungen sind nicht erlaubt.
  • Die Maßnahme ist auf den öffentlichen Raum beschränkt. Bei der Maßnahme muss die kontrollierte Person die Inaugenscheinnahme lediglich ermöglichen, aber keine Identität preisgeben, noch mitgeführte Ausweispapiere vorlegen.
  • Die Identitätsfeststellung, die Durchsuchung von Personen oder Sachen sind erst gestattet, wenn die entsprechenden Voraussetzungen anderer Vorschriften des Landesverwaltungsgesetzes oder anderer Gesetze erfüllt sind
  • Die Kontrollen sind in örtlicher, sachlicher und zeitlicher Hinsicht auf den für die vorbeugende Bekämpfung der Wohnungseinbrüchen notwendigen Umfang zu begrenzen.
  • Die Maßnahme ist zunächst auf 28 Tage zu befristen- eine zweimalige Verlängerung um jeweils 28 Tage ist zulässig, wenn die Voraussetzungen weiterhin vorliegen- ab der zweiten Verlängerung bedarf es einer gerichtlichen Bestätigung.

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