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Stormarner Tageblatt

22. November 2017 | 16:10 Uhr

Ein weiterer Anlauf für eine Südumgehung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 16.Mai.2017 | 12:42 Uhr

Im Bau- und Planungsausschuss geht es heute Abend erneut um die Brücke Brauner Hirsch. Die Konstruktion, die die Bahn vorgeschlagen hat, entspricht zwar weitestgehend den Wünschen Ahrensburgs, kostet aber gut 18 Millionen Euro. Von den reinen Baukosten müsste die Schlossstadt ein Drittel, sechs Millionen Euro, übernehmen. Die zukünftigen Unterhaltskosten würden aber komplett zu Lasten der Stadt gehen.

Das war Anlass für die CDU, die Südumgehung erneut aufs Tapet zu bringen. Für den Ausschuss liegt ihr Antrag vor, eine Machbarkeitsstudie für eine Südtangente in Auftrag zu geben, die als Verlängerung der Eulenkrugstraße bis zum verlängerten Ostring durchs Tunneltal verlaufen würde. Hintergrund der Überlegung: Die Umgehung wäre anders als der Braune Hirsche eine Landesstraße, so dass das Land auch die Kosten inklusive der Bahnbrücke übernehmen müsste. „Die Kostenbeteiligung an der Bahnquerung und die dauerhafte Unterhaltungskostenverpflichtung würde damit vollständig entfallen“, heißt es in der Antragsbegründung.

Die Machbarkeitsstudie soll etwa 60  000 Euro kosten, die außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden müssten. Die Chancen, dass tatsächlich die südliche Umgehung gebaut wird, scheinen aber gering. Zum einen lehnen die anderen Fraktionen das mehrheitlich ab, zum anderen hat Hamburg die Trasse in seiner Stellungnahme zum F-Plan abgelehnt – auch weil sie negative Auswirkungen auf das Tunneltal , auf das angrenzende Fauna-Flora-Habitat, hätte. „Der Braune Hirsch könnte bei Realisierung der Südtangente im archäologisch sensiblen Grabungsschutzgebiet und im FHH-Naturschutzgebiet auf zirka 500 Meter Länge renaturiert werden“, wirbt Carola Behr für den CDU-Antrag.

Die FDP versucht auf anderem Wege, die drohenden Brückenkosten in den Griff zu bekommen. Es sollte noch einmal die kostengünstige Lösung einer Straßenbrücke mit Dämmen geprüft werden, lautet der FDP-Antrag für die Sitzung. Das war im Vorfeld wegen des FFH-Status und der Sichtbeeinträchtigung abgelehnt worden.

Ein weiteres Thema für die Sitzung um 19 Uhr im Peter-Rantzau-Haus ist die Erneuerung des Geh- und Radwegs und der Straßenbeleuchtung in der Manhagener Allee zwischen Lohkoppel und Am Aalfang. Auch dafür müssten im Haushalt 60  000 Euro überplanmäßig bereitgestellt werden. Das Geld soll beim Ansatz für das städtische Radverkehrskonzept abgezogen werden.

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