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Punktverlust : „Ein unnötiges, dummes Gegentor“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der VfL Tremsbüttel dreht in der Fußball-Verbandsliga einen Rückstand gegen Siebenbäumen, kassiert aber kurz vor Schluss das 2:2. Trainer Marco Schier hadert mit dem späten Ausgleich.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2013 | 18:00 Uhr

Anfang September hatten die Verbandsliga-Fußballer des VfL Tremsbüttel eine derbe 3:8-Niederlage gegen Eintracht Groß Grönau kassierten – scheinbar ein Dämpfer zur rechten Zeit. Denn seitdem hat der Aufsteiger kein Punktspiel mehr verloren, ist nach dem 2:2 (1:1) am Sonnabend gegen Grün-Weiß Siebenbäumen seit nunmehr sieben Partien unbesiegt. Trotz der positiven Bilanz: So richtig zufrieden waren die VfL-Kicker und auch ihr Coach Marco Schier nach dem Remis nicht. „Immerhin haben wir nicht verloren. Aber wenn du so viel investierst, dann bist du natürlich enttäuscht, dass der Aufwand nicht mit drei Punkten belohnt wird“, sagte Schier nach den 90 kurzweiligen Minuten. Besonders bitter: Erst vier Minuten vor dem Ende kassierten die Stormarner den Ausgleich zum Endstand.

Zunächst duellierten sich beide Teams auf Augenhöhe. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, der Einsatz war hoch, die Zweikämpfe wurden energisch geführt. Erst nach und nach erarbeiteten sich die Platzherren mehr Spielanteile und hätten durch Jascha Fahrenkrog in der 20. Minute in Führung gehen können. Doch sein Schuss strich knapp am GW-Kasten vorbei. Auf der anderen Seite machte es Ommeed Sindi besser und versenkte einen Konter zum 0:1 (26.). Tremsbüttel zeigte sich davon unbeeindruckt, wurde immer stärker und schlug durch einen von Jan Beyer direkt verwandeltem Freistoß kurz vor der Pause zurück (45.).

Nach dem Seitenwechsel knüpfte die Schier-Elf nahtlos an die starke Schlussphase des ersten Durchgangs an und legte acht Minuten nach der Pause durch Cedric Lühmann die verdienten Führung vor. Siebenbäumen schien sichtbar gefrustet. Etliche Fouls und Nicklichkeiten sorgten dafür, dass Tremsbüttels Aufbauspiel immer wieder ins Stocken geriet. Doch die Gastgeber nahmen den Kampf an, verloren dabei aber zugleich zusehends die Kontrolle. So entwickelte sich fortan eine intensive und auch hitzig geführte, ausgeglichene Partie. „Anders als zu Saisonbeginn haben wir richtig gut dagegen gehalten“, freute sich Schier, dass sich seine Elf von der harten Gangart nicht beeindrucken ließ – auch wenn Angreifer Dirk Schneider einer der Leidtragenden war und nach einem Foul ebenso verletzt vorzeitig passen musste (60.) wie der eingewechselte Niklas Försterling (65.).

Ungeachtet dessen haderte Schier aber auch mit seiner Mannschaft, die kurz vor Ultimo Siebenbäumens Ommeed Sindi gewähren ließ. Der GW-Angreifer tankte sich durch die gesamte VfL-Abwehr und überwand auch Schlussmann Andre Philipp mit einem sehenswerten Heber (86.). „Das 2:2 darf nicht fallen – ein unnötiges, dummes Gegentor“, trauerte Schier zwei vergebenen Punkten hinterher.

VfL Tremsbüttel: Phlipp – Wirth, Jonas Fahrenkrog, Schaeper – Lühmann, Lampel, – Beyer, Abwankwah, ,Bischkopf (46. Ziemann), Jascha Fahrenkrog – Schneider (60. Foersterling; 65. Martens).
GW Siebenbäumen: Brinkmann – Kinscher (83. Hagelstein), Iwuhoa, Gerken, Hamdart – Mecker, Wiebelitz – Glass (60. Roehrich), Abal, Buenger (60. Sagwan) – Sindi.
SR: Florian Toschka (Lübeck).

Zuschauer: 110.

Gelb-Rote Karte: Tim Martens (90.+2, wg. wiederholten Foulspiels).

Tore: 0:1 Sindi (26.), 1:1 Beyer (45.), 2:1 Lühmann (53.), 2:2 Sindi (86.).


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