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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 04:41 Uhr

Bad Oldesloe : Ein Treff der künstlerischen Art

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Frauen-Foto-Forum organisiert ein Treffen von Oldesloer Musikern, Malern, Schriftstellern und Schauspielern im Bürgerhaus.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2015 | 17:35 Uhr

Aus einer kleinen Idee kann viel erwachsen. Das zeigte sich beim dritten Treffen der Oldesloer Kulturschaffenden im Bürgerhaus. Die erste Aktion dieser Art hatte es bei Planungen für das Kultur- und Bildungszentrum vor einigen Jahren gegeben. Doch das angedachte Kulturnetzwerk „Kuno“ wollte nicht so recht in die Gänge kommen.

Offensichtlich brauchte es dafür erstmal die mittlerweile sehr populäre Fotowand des Frauen-Foto-Forums in der Mühlenstraße, auf der Künstler, Musiker, Schauspieler und Autoren aus der Kreisstadt im Bild versammelt sind. Zur Einweihung im vergangenen Jahr trafen sich die Dargestellten – ein Erfolg, der nach einer Wiederholung verlangte.

Ganz ohne den Überbau eines anspruchsvoll gedachten Netzwerks und nur durch das Interesse am gegenseitigen kreativen Schaffen genährt, wurde dieses Treffen nun im Bürgerhaus neu aufgelegt. Auf den Zug des Frauen-Foto-Forums sprang auch die „Stadtgestalter“-Riege von „Wir für Oldesloe“ mit einem eigenen Stand auf.

Gemeinschaftsgefühl ließ sich beim Treffen der kreativ Tätigen Oldesloer wunderbar erleben. Ein Vorzeigeprojekt könnte die „All Star Band“ sein, die sich aus Mitgliedern verschiedener, erwachsener Oldesloer Musik-Combos zusammensetzt. Bei ihrem Auftritt begeisterten die Musiker rund um „Dog Hill Session“-Frontmann Ed Kretz das Publikum. Einziger Wermutstropfen war, dass jüngere Musiker sich offensichtlich noch nicht mit Zusammenkünften dieser Art anfreunden können.

Das gilt auch für die Bereiche der Künstler und Autoren. Die ausgestellten Werke von bekannten und sehenswerten bildenden Künstlern wie Toska Auerbach, Bodo Rahnenführer, Ruth Westfehling oder die Glasmosaik-Lichtsäulen des kreativen Allroundtalens Dieter Geike sind eine Bereicherung für eine solche Kulturschau. Die kreative Szene des Ortes wäre aber noch besser abgebildet, wenn auch die nachwachsende Künstlergeneration integriert wäre – eine Aufgabe für zukünftige Treffen, die Engagement auf beiden Seiten voraussetzt.

Dass die generationenübergreifende Kooperation durchaus möglich ist, zeigte sich bei der jungen Truppe von „Chapeau Klack“. Sie überzeugte die Gäste mit ihrem Pantomimenspiel. Neugierig waren viele Besucher aber auch auf die Darbietungen der Musikschule und auf die Präsentation des neuen Krimis von Klaus E. Spieldenner.

Insgesamt gab es viel Lob für die Veranstaltung. „Ich bin das erste Mal dabei und kann hier mit Menschen ins Gespräch kommen, um mein Creativity-Coaching bekannter zu machen“, sagte die Autorin und Schreibtrainerin Sigrid Stephenson. „Ich bevorzuge solche kleinen Veranstaltungen. Hier schieben sich die Menschen nicht nur durch, hier zeigen sie echtes Interesse“, sagte Künstler Dieter Leyendecker. „Ich finde es ist eine Möglichkeit, um zusammenzukommen und zu sehen, was es alles in unserer Stadt gibt“, ergänzte Britta Finger, Leiterin von „Chapeau Klack“. Dem schloss sich Sänger Ed Kretz an: „Wir haben eine lebendige, tolle Musikszene. Geht mehr auf Konzerte. Support your local scene!“, sagte er.

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