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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 16:06 Uhr

KLein Wesenberg : Ein tierisches Schauspiel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nestbau und Attacken: Was das Storchenmännchen in Klein Wesenberg so treibt

Für Storchenliebhaber bietet sich zurzeit rund um die Klein Wesenberger Kirche ein fantastisches Bild – natürlich mit ein bisschen Glück, denn das Storchenmännchen hat jede Menge zu tun, Nistmaterial auf den umliegenden Trave-Wiesen zusammenzusammeln. Nur hin und wieder – besonders in den Morgenstunden, weiß Pastor Erhard Graf zu berichten – lässt er sich auf dem zehn Meter hohen neuen Nest zwischen Kirche und Pastoratsgarten blicken und richtet es gemütlich für seine Störchin ein.

„Der Storchenvater ist schon am 10. März angekommen, die Storchenmutter folgte ihm am Ostersamstag“, erzählt der Pastor, der vom Pastorat einen Panoramablick auf gleich zwei Horste hat: Auf das alte Nest, das in die Jahre gekommen war, aber noch im Pastoratsgarten steht, sowie auf das neue auf der Wiese gegenüber der Kirche, das durch den Nabu im Januar 2015 aufgestellt wurde. „Es ist gut möglich, dass auch das alte Nest wieder besetzt wird“, hofft der Kirchenmann auf viel Nachwuchs in Klein Wesenberg.

Und es sieht ganz danach aus: Immer wieder dreht ein zweites Storchenmännchen seine Kreise um den Kirchturm, versucht auf dem alten Nest – in geschätzten zehn Metern Luftlinie vom neuen Horst entfernt - zu landen. Doch da passt der Erstankömmling auf, fliegt auf das alte Nest und vertreibt mit lautem Klappern und Flügelschlagen den unwillkommenen Gast. Der gibt sich zumindest für heute geschlagen und nimmt Reißaus in Richtung Kirche. Ob er wiederkommt und ob noch eine zweite Störchin im Pastoratsgarten ihr neues Zuhause findet, bleibt abzuwarten.

Weißstörche führen normalerweise eine Saisonehe. Aber da sie ihren alten Horst immer wieder nutzen, treffen sich auch die Partner vom Vorjahr immer wieder und bleiben auch schon mal über Jahre zusammen. „Ob bei uns tatsächlich das selbe Storchenpaar vom vergangenen Jahr das neue Nest bezogen hat, kann man aufgrund der fehlenden Kennzeichnung leider nicht genau feststellen“, so der Pastor. Doch es sei gut möglich. Dieses brachte 2015 vier Jungstörche durch – auch dank der hervorragenden Futterbedingungen an der Trave und der geschützten und doch aus der Luft frei zugänglichen Lage.




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erstellt am 02.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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