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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:04 Uhr

Ein tierischer Transporter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Aus einem blauen Mercedes-Transporter ist ein farbenfrohes Vehicle geworden

von
erstellt am 19.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Jetzt sind die Tierschützer aus Bad Oldesloe nicht mehr zu übersehen, wenn sie mit ihren Tierheim-Shuttle unterwegs sind. Aus dem blauen Mercedes-Transporter ist ein farbenfrohes Vehicle geworden. „Wenn wir mit dem Transporter unterwegs sind gucken die Leute erstaunt und Kinder klatschen vor Freude in die Hände“, sagte die Vorsitzende der Bad Oldesloer Tierschützer Heile Reher.

Der Transporter ist das erste eigene Fahrzeug des Tierheims. „Wir haben ihn 2001 sehr günstig von der Firma Henze Harvestore“, so die Tierschützerin. Die Firma aus Unna, die Behälter und Silos hauptsächlich für die Landwirtschaft baut, hat auch eine Zweigstelle in Rümpel. Mit seinem Einheitsblau fiel der Transporter bisher nicht weiter auf. Aber schon seit Kauf gab es bei den Tierschützern die Idee das Fahrzeug etwas auffälliger und individuell zu gestalten.

„Auf einem Adventsmarkt habe ich dann die Bilder von Gesa Tams-Koll gesehen“, sagte Heike Reher. Die Grabauer Malerin hat eine ganz besondere Art ihre Umwelt bildnerisch darzustellen. Die Bilder sprühen vor Witz und Ideenreichtum. „Später kamen wir auf einem Basar im Tierheim ins Gespräch und ich fragte sie, ob sie uns bei der Gestaltung des Fahrzeuges unterstützen würde“, so Heike Reher.

Die Grabauerin zögerte nicht lange. Sie entwarf und malte für die Tierschützer die bunten Logos für den Transporter.

Für die Tiere auf der Front des Fahrzeuges standen quasi Hunde und Katzen aus dem Tierheim als Modell zur Verfügung. Die Tiere auf den Seiten des Fahrzeuges sind der Fantasie entsprungen. Nun mussten die Bilder nur noch auf das Fahrzeug. Dabei wurden die Tierschützer von dem Reinfelder Grafiker Oliver Wulf . „Er gestaltet auch immer unsere Plakate“, sagte Reher. Wulf brachte die Gemälde von Tams-Koll auf Folie und beklebte dann damit den Transporter. Die Zeit und Arbeitskraft spendeten Gesa Tams-Koll und Oliver Wulf den Tierschützern. „Wir mussten nur für das Material aufkommen“, betonte Die Vorsitzende. Jetzt fallen die Tierschützer auf, wenn sie mit dem Shuttle durch die Straßen fahren. „In erster Linie wird das Fahrzeug für den Transport von Waren benötigt“, so Heike Reher. Es werden damit die Spendenboxen bei den Geschäften geleert und auch größere Spenden von Katzenstreu und Futtern von Firmen geholt. „Für den Transport von Tieren wollen wir ihn nicht so gerne einsetzen. Er hat keine Fenster im hinteren Bereich. Es lohnt sich auch nicht mit dem großen Transporter los zu fahren, um ein einzelnes Tier abzuholen“, sagte Heike Reher. Dafür hätten die Tierschützer gerne noch ein kleineres Fahrzeug, denn bisher wird so etwas mit den Privatautos der Helfer gemacht.

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