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Bücherzelle expandiert : Ein Tauschhaus für Bad Oldesloe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In Karin Hoffmanns Garten steht jetzt ein Holzliteraturhaus und neben der Bücherzelle soll vielfältiges Tauschen möglich sein.

Endlich ist sie fertig, die „Bücheraufbewahrungshütte“ des Freundeskreises „Oldesloe liest“. Das Häuschen war dringend nötig, denn die gelbe Bücherzelle in der hinteren Mühlenstraße erfreut sich so großer Beliebtheit, dass sie längst nicht mehr alle Bücher fassen kann, die im Laufe der Zeit gespendet wurden. Deshalb fasste Karin Hoffmann vom Freundeskreis und Initiatorin der Bücherzelle den Entschluss, ein kleines Holzhaus auf ihrem Grundstück aufzustellen, damit die vielen Bücher dort ordentlich aufbewahrt werden können, bevor sie nach und nach in die gelbe Telefonzelle zum Tauschen und Verschenken gebracht werden.

Das kleine Holzliteraturhaus hat rund 500 Euro gekostet und Karin Hoffmann verwendete für die Finanzierung das Preisgeld in Höhe von 500 Euro, das sie bei der Lösung eines Bilderrätsels im Stormarner Tageblatt gewann. Zur Einweihung des Hauses kamen Catharina von Kaufmann und Sybille Fischbach. Die beiden Frauen vom Freundeskreis „Oldesloe liest“ kümmern sich gemeinsam mit weiteren engagierten Oldesloern um die Bücherzelle. Doch schon hat Karin Hoffmann ein neues Projekt in Planung: ein Tauschhaus rechts neben der Bücherzelle. „Ich habe mich von dem kleinen Tauschhaus in der Segeberger Fußgängerzone inspizieren lassen, aber unseres wird natürlich viel schöner, denn wir haben ja hier auch mehr Platz, weil wir für Bücher eine Extra-Zelle haben. Das Tauschhaus wird aus Holz gefertigt, soll zwei seitliche Flügeltüren haben und ist bereits in Arbeit. „Die AWS will das Haus finanzieren, da bin ich sehr glücklich drüber“, sagt Karin Hoffmann. In dem Häuschen im Stil eines Badehauses werden mehrere Regale angebracht, um dort Dinge aufzustellen, die getauscht oder verschenkt werden können. Außerdem sind zwei hölzerne Klappen als Ablage für Obst, Gemüse oder Blumen vorgesehen. Egal ob Marmeladengläser, eine alte Sammeltasse oder ausgedientes Spielzeug, jeder kann Dinge, die er nicht mehr braucht in das Tauschhaus legen und dafür etwas anderes mitnehmen, das er vielleicht gebrauchen kann. „So ein Tauschhaus dient auch der Kommunikation und natürlich der weiteren Belebung und Attraktivierung unserer Innenstadt“, betont Karin Hoffmann. Abends wird das Tauschhaus abgeschlossen, tagsüber ehrenamtlich betreut. „Tauschen ist wieder in“, freut sich die Stadtverordnete der Grünen, die das kleine Tauschhaus in der europaweiten Aktionswoche der Abfallvermeidung vom 22. bis 30. November eröffnen möchte. Jeder, der Dinge hineinstellt, tragt damit zur Abfallvermeidung bei. „Das schont wichtige Ressourcen und hilft anderen Menschen“, so Karin Hoffmann.



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