EX-Meierei Trittau : Ein Supermarkt und Wohnungen

Hendrik, Günter und Eric Süllau vor der alten Meierei, um die bereits ein Bauzaun errichtet wurde. Sie soll abgerissen und durch einen Neubau mit Wohnungen und Supermarkt ersetzt wird.
Hendrik, Günter und Eric Süllau vor der alten Meierei, um die bereits ein Bauzaun errichtet wurde. Sie soll abgerissen und durch einen Neubau mit Wohnungen und Supermarkt ersetzt wird.

Günter Süllau stellt Pläne für altes Meiereigelände vor: 30 altengerechte Wohnungen, im Erdgeschoss ein Einkaufsmarkt mit 2200 Quadratmeter Verkaufsfläche und dazu ein großer Getränkemarkt

shz.de von
06. November 2013, 06:00 Uhr

Die Meierei wird abgerissen, auf dem Gelände soll ein „städtebaulich ansprechender und attraktiver Baukörper“ entstehen. Das sagt Günter Süllau, der das Meiereigelände im Frühjahr gekauft hatte und jetzt erstmals öffentlich über seine Pläne sprach. Angelehnt an die Überlegungen aus Politik und Verwaltung soll es eine geschlossene Bebauung zum Kreisel Kirchenstraße geben. In den oberen Geschossen sind 20 bis 30 altengerechte Wohnungen geplant, im Erdgeschoss ein Edeka Markt mit einer Verkaufsfläche von 2200 Quadratmetern zuzüglich eines integrierten Getränkemarkts von etwa 500 Quadratmetern, so Süllau.

„Entgegen allen kursierenden Gerüchten“ sei ein reiner Supermarkt geplant. Das Lebensmittelsortiment soll vergrößert werden, aber keine Kleidung, Schuhe oder ähnliches. „Ich baue für die Zukunft, möchte aber keinesfalls die schon angesiedelten Fachmärkte gefährden, sondern gemeinsam das Zentrum stärken“, sagt Günter Süllau. „Wir wollen den Frischebereich intensivieren, das ist unsere Stärke“, so Hendrik Süllau, ebenso wie sein Bruder Eric Prokurist in der Firma. Beide sind Diplom-Kaufleute und wollen den Markt später gemeinsam führen.

Hinter dem Gebäude sind 214 Pkw-Stellplätzen für Kunden vorgesehen. Für Mitarbeiter und Mieter werden extra Parkplätze ausgewiesen. Das Dach des Supermarkts soll begrünt werden, so dass für Mieter eine Art Garten, für Mitarbeiter ein grüner Pausenraum entsteht.

Der neue Supermarkt wird 1000 Quadratmeter größer als der jetzige an der Schulstraße und braucht auch mehr Mitarbeiter. Derzeit sind in Trittau 71 Mitarbeiter und fünf Azubis. Diese Zahl soll sich auf 80 plus 8 erhöhen, der Service intensiviert werden. Das Gebäude soll nach neuesten technologischen Gesichtspunkten errichtet werden. Die Kühlanlage wird mit umweltfreundlicher Kältetechnik ausgestattet und soll durch eine integrierte Wärmerückgewinnung gleichzeitig die Immobilie beheizen und kühlen. Eine Geothermie sowie eine Photovoltaik-Anlage sind angedacht und werden geprüft.

Genaue Zahlen nannte Süllau noch nicht, bezifferte das Investitionsvolumen aber auf vier bis fünf Millionen Euro. Wann die Pläne verwirklicht werden können, hängt nun von der Politik ab. Noch liegt eine Veränderungssperre auf dem Meiereigelände. „Wir haben die Pläne allen Fraktionen vorgestellt. Weitere konstruktive Gespräche mit Politik und Verwaltung sind geplant“, so Süllau. Die Gewerbegemeinschaft Trittau hat bereits positiv auf die Pläne reagiert.

Günter Süllau betreibt seit 36 Jahren den Edekamarkt in Trittau und drei weitere Märkte in Bargteheide und Ratzeburg. Er hatte klein in der Schillerstraße begonnen, wechselte später in die Schulstraße, um sich zu vergrößern. Süllau: „Das reicht hier auch noch vier bis fünf Jahre, aber dann wird es wieder zu eng. Die Bedürfnisse der Kunden verändern sich.“ Den „alten“ Markt würde Süllau an einen „Frequenzbringer“ vermieten, aber nicht als Supermarkt.

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