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Misswahl in Bargteheide : Ein Stelldichein der Schönheiten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

13 junge Frauen präsentierten sich auf dem Laufsteg der Jury. Francesca Orru aus Norderstedt wird in Bargteheide zur Miss Schleswig-Holstein gekürt.

Kurz nach 20 Uhr am Sonntag im „Casa Grande“. Fotoapparate klicken, Kamerateams gehen in Position und „Miss Germany“-Moderator Rudi Köhlke heizt ein letztes Mal die Stimmung an. Dann kann Schleswig-Holsteins ehemaliger Finanzminister Rainer Wiegard die neue „Miss Schleswig-Holstein“ proklamieren. Es ist die 19-jährige Norderstedterin Francesca Orru, die glücklich und zugleich ungläubig wirkend die kleine „Miss Germany Corporation“-Krone und Schärpe in Empfang nimmt.

Ihre Verwandten jubeln, die Zweitplatzierte Lena Thyen (Flensburg) und Drittplatzierte Pia Baark (Tornesch) applaudieren freundlich und lächeln ebenfalls tapfer, während die zehn übrigen Teilnehmerinnen zum Teil ihre Enttäuschung nur schwer verbergen können. „Natürlich fühle ich mich jetzt echt nicht so gut“, sagt eine von ihnen und wischt sich eine Träne aus dem stark geschminkten Gesicht, ein wenig Wimperntusche verwischt. „Ich gehe mich besser umziehen“, sagt sie, die Umstehenden nicken und folgen ihr.

Drei Stunden lang hatten 13 Titelanwärterinnen alles gegeben, um die Jury zu beeindrucken. In dieser saßen neben Wiegard auch Schauspieler Oliver Hörner, Autorin Bärbel Kiy, Vize-Mister Germany Oleg Justus, Restaurantbesitzerin Sonja Singh und Miss Schleswig-Holstein 2014, Alicia Melina. Im ersten Durchgang hatten die Teilnehmerinnen sich in Abendgarderobe präsentiert, im zweiten in Schwimmanzug oder Bikini und im dritten Durchgang in einem Kleidungsstück ihrer Wahl. Zwischendurch beantworteten sie freundlich Köhlkes Fragen nach Hobby, Beruf und Zukunftsplänen. Reisen, Freunde treffen oder einer Sportart nachgehen gehörten zur Auswahl.

Die spätere Siegerin gehörte vom ersten Durchgang an zu denen, die mit einer natürlichen Leichtigkeit über den roten Teppich im Restaurant schritt. „Wir haben jeder unsere eigenen Punkte vergeben. Aber im Gespräch miteinander habe ich schnell gemerkt, dass wir uns trotzdem sehr einig waren“, erklärte Wiegard. Was das Votum über Sieg und Niederlage für die Teilnehmerinnen bedeutete, sah der Beobachter der Szenerie dann, wenn die Schönheiten sich kurz weniger beachtet fühlten. Keine Frage, hier ging es um Lebensträume und Hoffnungen. Untereinander kannte sich ein Teil der Teilnehmerinnen bereits. „Ich hatte daher auch gar nicht damit gerechnet, dass ich gewinne. Die Konkurrenz war gut“, erklärte die 19-jährige Siegerin, nachdem sie die Schärpe in Empfang genommen hat.

Orru war als amtierende „Miss Husum“ nach Bargteheide gereist. In Husum hatte sie die in Bargteheide Drittplatzierte Pia Baark bereits auf den zweiten Platz verwiesen. Das Modeln ist für die 19-Jährige nicht der einzige Zukunftsplan. Nachdem sie bereits ein Jahr in den USA verbracht hat, interessiert sie sich auch weiterhin für Sprachen und Auslandsaufenthalte. Außerdem möchte sie gerne ihren Hobbys „Malen, Yoga und Kochen“ weiterhin nachgehen. Gespannt sei sie auf die kommende Zeit bis zum Finale. Denn als Miss Schleswig-Holstein gewann sie unter anderem einen zehntägigen Aufenthalt im Miss-Germany-Beauty- Camp in Ägypten. „Ehrlich gesagt, bin ich gerade ein wenig überfordert, wenn ich an all das denke“, sagte sie und kicherte schüchtern. Die Jury zeigte sich von eben dieser Natürlichkeit und Ungezwungenheit beeindruckt.

Schauspieler Hörner freute sich, dass er „nicht nur schöne Frauen sieht, sondern auch Einfluss nehmen konnte, wer dieses schöne Bundesland sehr gut vertreten kann“ und Autorin Bärbel Kiy – die kürzlich selbst im Bundesfinale der Miss 50Plus Wahl stand – schloss nicht aus, Inspiration für den nächsten Roman gefunden zu haben. Auch die als „Stargast“ angereiste Moderatorin und Dieter Bohlen-Ex Nadja abdel Farrag beklatschte die Entscheidung im Endeffekt gut gelaunt mit dem Playboy-Playmate Sina Bachor.

„Es war ein guter Abend“, zog Moderator Köhlke Bilanz, während die Siegerin noch mit dem Interesse rund um ihre Person kämpfte. „So viele Kameras – ich weiß gerade gar nicht, wo ich hinschauen soll.“ Daran wird sie sich wohl gewöhnen müssen.



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