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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 13:42 Uhr

Ahrensburg : Ein Sieg der Livemusiker

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Drei Tage lang feiert Ahrensburg sich und seine Besucher. Diskussion um Discotower im Keim erstickt

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2017 | 18:09 Uhr

Die Hände gingen in die Höhe, der Jubel klang wie bei einem riesigen Rockkonzert und aus hunderten Kehlen war der Refrain eines AC/DC Klassikers zu hören: „I am on a highway to hell“. Es war der Schlusspunkt des Konzerts der Band „Dust in Streets“ auf dem Ahrensburger Stadtfest in der Hagener Allee, und die Stimmung vor der Bühne stand kurz vor einer positiven Eskalation. In der ersten Reihe waren vor allem begeisterte Teenager zu finden. Antje Karstens vom Stadtforum, die für die Organisation dieser Bühne verantwortlich ist, stand zufrieden nickend und lächelnd an der Backstagetreppe: „Es ist sensationell. Die Erwartungen wurden übertroffen.“ Besonders erfreut war sie, dass sich so viele junge Stadtfestbesucher vor der Musikbühne befanden. „Es mischte sich wunderbar durch. Da standen Sechzig- und Siebzigjährige und feierten genauso die Lieder wie die 16- oder 18-Jährigen“, sagt Karstens.

Schon am Vorabend war das bei der Band „Stew“ an „ihrer“ Bühne ebenfalls der Fall gewesen. Die Ahrensburger räumten mit Rock’n’Roll Versionen von Charthits gemischt mit echten Oldie-Klassikern als Geheimtipp des Fests komplett ab. „Da wächst eine neue Ahrensburger Kultband heran“, ist sich Karstens sicher.

An der Hauptbühne feierten die Gäste vor allem mit der Hamburger Bluesrock-Sängerin Jessy Martens und der Queen-Tribute Band „Merqury“ so richtig. Auch hier durchmischte sich das Publikum quer durch die Generationen.

Was war nicht alles diskutiert worden: Das Weglassen des Disco-Towers würde zu einem Publikumsrückgang führen, Jugendliche würden keine Livemusik sehen wollen und mit Coverbands, die ältere Songs spielen, könnten sie schon gar nichts anfangen. Alles weit gefehlt: Textsicher wurden zum Beispieldie Queen-Klassiker mitgesungen. Ein echtes Highlight war auch wieder der schon traditionelle Straßenmusikauftritt von Manuel Preuss, der an einem Bierstand in der Hagener Allee wie in jedem Jahr seine Gitarre auspackte.

Am Sonntag kamen mit der drittplatzierten Sängerin des Eurovision-Songcontest Vorentscheids, Helene Nissen, und dem Ahrensburger Kjell auch Talente aus Norddeutschland musikalisch zum Zuge.

Ein bewährter Zuschauermagnet waren unter anderem erneut die umjubelten Auftritte der „Musicalschule Ahrensburg“ , die eine ganze Reihe Talente präsentieren konnten sowie der „Tanzfabrik Ahrensburg“ und des Bruno Bröker Haus. Bei „Schwof im Hof“ mit Martin Hoefling trafen sich die Generationen auf der Holztanzfläche in der Manhagener Allee. „Es hat sich gezeigt, dass die Jugendlichen, die ein Stadtfest feiern wollen, das Angebot genau wie die Erwachsenen annehmen. Alle anderen können auch gerne draußen bleiben“, so Götz Westphal, Vorsitzender des Stadtforums, das gemeinsam mit Stephan Schächterle und seinem Team das gesamte Fest organisierte. Dass es in den Nebenstraßen zu unschönen, aggressiven Situationen kam, sei bedauerlich, doch „auf dem zentralen Stadtfestgelände selbst überwog die gute Stimmung und das Miteinander“, so Westphal. „Wir haben gemeinsam ein Fest für und mit den Ahrensburgern auf die Beine gestellt. Mit dem Gesamtverlauf sind wir insgesamt absolut zufrieden“, so Schächterle. Der Regenschauer am Freitag sei sehr schade gewesen. „Mein besonderer Respekt geht an die Marching Band Stormarn Magic die im strömenden Regen, hochprofessionell die Eröffnung gespielt hat“, lobt der Stadtfestoriganisator.

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