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Filmaufnahmen : Ein schönes Dorf rückt zusammen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mit einem modernen „Großensee-Film“ soll die Dorfgemeinschaft belebt werden – so wie sie einst einmal war.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 17:10 Uhr

1700 Einwohner leben in der Gemeinde Großensee im Süden Stormarns – ein beliebter Ort für Ausflügler, Freibadbesucher und Campingplatznutzer. Doch was ist eigentlich mit den Dorfbewohnern? Gibt es noch ein Dorfleben – eine intakte Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt? Die Antwort lautet: „Nein, die existiert leider aktuell nicht mehr.“

Das sagt Rik Uhmeier vom Kultur- und Naherholungsverein Großensee. „Das Osterfeuer ist noch so einer der wenigen Momente, in denen das Gefühl von Gemeinschaft aufkommt, ansonsten geht man seiner Wege. Kneipen, Kegelbahnen und so weiter, wo man sich früher traf, existieren in dieser Form nicht mehr. Großensee wird immer mehr ein Schlafdorf von Menschen, die in Hamburg arbeiten und oft auch dort ihre Freizeit verbringen“, weiß Rik Uhmeier zu berichten.

Dabei gibt es viel zu entdecken in Großensee, und wenn man genauer hinschaut, finden sich schnell viele interessante Vereine, Aktionen und Orte. An dieser Stelle kommt der Journalist Walter Domscheit ins Spiel. Er hatte bereits Konzerte in der Region mit seinen Fotos untermalt. Begeisterung und Zuspruch waren groß. So lag der Gedanken nahe, einen Großensee-Film entstehen zu lassen. Und der soll das vielfältige, moderne dörfliche Leben zeigen.

Die Premieren-Aufführung des Film im Oktober wird live mit Musik der Großenseer Sängerin Katharina Maria Kagel und ihres gemischten Chors untermalt werden. „Katharina Maria Kagel gehört fest zum Konzept. Das kann man sich wie einen Stummfilm mit Livemusik und Interviews wie in einer kleinen Talkshow vorstellen“, erläutert Domscheit.

Man wolle alle Jahreszeiten und die unterschiedlichsten Menschen aus dem Dorf zeigen. Der Film soll auch mithelfen, die Menschen wieder mehr in Kontakt zu bringen: Jung und Alt, gebürtige Großenseer und Zugezogene, Gäste und Mitbürger. Die Begegnung sei dabei sogar das vorrangige Ziel. Dass dabei im Endeffekt auch ein gutes, künstlerisches und professionelles Werk entstehe, sei natürlich absolut wünschenswert.

„Wir haben Glück mit Walter Domscheit einen absoluten Profi an Bord zu haben. Welches Dorf hat schon die Möglichkeit, sich mit so einer Dokumentation präsentieren zu können?“, sagt Uhmeier. Er erhofft sich, dass die Großenseer sich wieder mehr füreinander interessieren und entdecken, was in ihrem Dorf so möglich ist.

Die Umsetzung bedeutet für Domscheit und seine Co-Produzentin Sehr Komut viel Arbeit. Doch die sei lohnenswert. „Es ist doch toll, wenn man merkt, wie die Menschen aufeinander zu gehen. Jeder, der noch mitmachen möchte oder etwas im Ort entdeckt, worüber wir unbedingt berichten sollten, kann sich melden. Es gibt kein Casting oder so etwas. Wir interessieren uns sozusagen für alles“, betont der Dokumentarfilmer.

Am Ende soll eine 90-minütige bunte Mischung stehen, ein einzigartiges Werk, wie es noch über keinen anderen Ort in der Region existiert. Ob auf dem Feld mit einem ansässigen Bauern, im Freibad, beim Dorfest, auf dem Campingplatz, im Kindergarten, der direkt neben einem Senioren-Qi-Qong-Rückenschule liegt, bei den Chören der Gemeinde, beim Fanfarenzug beim Pferde- und Kälberaustrieb oder bei der Feuerwehr: Die Geschichten sind überall zu finden, wenn man nur hinschaut.

 

 

Kontakt: Wer im Großensee-Film mit dabei sein möchte, informiert sich auf: www.grossensee-film.de


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