Olof-Palme-Friedenspreis : Ein Preis, zwei Gewinner

Die Preisträger auf der Bühne: Links Franz Thönnes, die Kinder der Wilhelm-Busch-Förderschule mit Birgit Durchgraf, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (Mitte) sowie Ahmed Sulaiman Jáf mit seinem Flüchtlingspaten Heinz Gérard und Hans Peter Weiß aus Ahrensburg (rechts ), im Hintergrund Martin Habersaat und Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach.  Fotos: Rüscher
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Die Preisträger auf der Bühne: Links Franz Thönnes, die Kinder der Wilhelm-Busch-Förderschule mit Birgit Durchgraf, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (Mitte) sowie Ahmed Sulaiman Jáf mit seinem Flüchtlingspaten Heinz Gérard und Hans Peter Weiß aus Ahrensburg (rechts ), im Hintergrund Martin Habersaat und Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach. Fotos: Rüscher

Luxemburgs Außenminister gern gesehener Festredner beim Olof-Palme-Friedenspreis im Reinbeker Schloss

shz.de von
01. März 2017, 19:04 Uhr

Am Nachmittag hatte er noch einen Spaziergang durch Reinbek unternommen, hatte unerkannt in einer Bäckerei ein Käsebrötchen und einen Kaffee bestellt. Am Abend dann war Jean Asselborn, Außenminister und Minister für Immigration und Asyl des Großherzogtums Luxemburg, offizieller Festredner bei der Verleihung des Olof-Palme-Friedenspreises im Reinbeker Schloss.

Zum 30. Mal wurde am Todestag des am 29. Februar 1987 ermordeten früheren schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme von der SPD Stormarn der Friedenspreis verliehen. Die Idee dazu hatte Franz Thönnes (MdB, SPD), der auch einen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre hielt. „Wir möchten Menschen auszeichnen, die den zunehmenden Missständen im Inneren wie im Äußeren ihr aktives Engagement entgegensetzen. Der Preis ist eine Anerkennung und Ehrung und soll zum Weitermachen anregen“, sagte die SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier.

Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Birgitt Kassovic hatte es sich nicht leicht gemacht: Neun Nominierungen wurden ausgesprochen, letztendlich wurde der mit 2000 Euro dotierte Preis geteilt, so dass es zwei Gewinner gab: Ahmed Sulaiman Jáf und sein Flüchtlingspate Heinz Gérard aus Ahrensburg sowie Kinder der Wilhelm-Busch-Förderschule aus Glinde mit ihrer Lehrerin Birgit Durchgraf.

Der aus dem Nordirak stammende Ahmed Sulaiman Jáf hatte im September vergangenen Jahres, nachdem drei Syrer unter IS-Verdacht in drei Stormarner Flüchtlingsunterkünften festgenommen worden waren, eine Demonstration in Ahrensburg organisiert und dabei rote Rosen an Passanten verteilt. Vorgeschlagen hatte ihn der Preisträger von 2010, Hans Peter Weiß, der Initiator des Netzwerks Integration in der Schlossstadt.

Die zweiten Preisträger hatten sich mit der Situation der Straßenkinder in Maputo befasst und im Rahmen der Aktion „Straßenkind für einen Tag“ putzen die Kinder Schuhe, verteilten selbstgemachte Lesezeichen, Glückwunschkarten und Schlüsselanhänger und sammelten damit Geld für eine mobile Schule in Mosambik. Erstmals in der Geschichte des Stormarner Friedenspreises wurde damit eine Förderschule ausgezeichnet. Vorgeschlagen hatte sie der Abgeordnete Martin Habersaat.

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