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Bad Oldesloe : Ein „Pfahlhaus“ in der Salinenstraße

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Mehrgenerationenwohnprojekt „Saline 33“ feierte jetzt Richtfest und soll Ende des Jahres fertig sein.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Das viel beachtete Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Saline 33“ schreitet voran. Mitte März gab es den symbolischen ersten Spatenstich, jetzt wurde in der großen Villa in der Salinenstraße 33 Richtfest gefeiert. Eine Besonderheit des Bauprojekts: Der Anbau auf der Rückseite des Hauses in Richtung Kurpark musste auf insgesamt 45 Betonpfähle gesetzt werden, damit er nicht irgendwann im weichen Moorboden versinkt.

Der Umbau der 1928 erbauten Fabrikantenvilla in ein barrierefreies Mehrgenerationen-Wohnhaus mit acht Wohnungen ist ein ebenso ehrgeiziges wie schwieriges Unternehmen. Die fünfköpfige Baugemeinschaft aus den drei Brüdern Wolfgang, Ulrich und Konrad Stumpf sowie Dagmar Bratmann und Marc Ivemeyer hat sich viel vorgenommen, um ihren Traum von einem alternativen Wohnprojekt in Bad Oldesloe zu verwirklichen. „Ich bin verwundert, wie schnell der Umbau bisher vonstatten ging“, sagte Dr. Ulrich Stumpf. Und das, obwohl der Kieler Architekt Ulrich Klingsporn mit massiven Umbauproblemen zu kämpfen hatte. „Das Bauamt der Stadt hat uns bei vielen komplizierten Lösungen unterstützt“, ist Ulrich Stumpf dankbar. Das Gebäude musste auch energetisch saniert und modernisiert werden, sprich: Es wurde eine Wärmedämmung an der Außenwand angebracht, die nicht unbedingt hübsch anmutet.

„Nach der energetischen kommt jetzt die ästhetische Sanierung. Die schöne Fassade wird wieder hergerichtet“, versprach Ulrich Klingsporn, der mit einem extrem schlechten Baugrund zu kämpfen hatte. „Das hat uns überrascht“, gestand Ulrich Stumpf. Der rückwärtige Anbau, in dem eine Wohnung unterbracht ist, musste deshalb auf 45 Betonpfähle, die bis zu 28 Meter tief in den Boden reichen, gesetzt werden. Stellenweise drückte das salzhaltige Wasser, die Sole, bis an die Oberfläche. Von den acht großzügigen Wohnungen wurden bereits sechs verkauft, zwei können von Interessenten noch erworben werden. Leider sei das ganze Projekt bisher viel teurer geworden, als ursprünglich geplant, gesteht Ulrich Stumpf. Als Ursache nennt er die um zehn Prozent gestiegenen Baupreise. Inzwischen liegen die Gesamtkosten für den Umbau der Villa bei gut zwei Millionen Euro. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, können die ersten Mieter Ende Dezember oder Anfang Januar in ihr neues, edles Domizil einziehen.




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