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Stormarner Tageblatt

23. November 2017 | 02:50 Uhr

Bad Oldesloe : Ein offenes Ohr für Hörschwache

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Theaterbesuch und Schwerhörigkeit schließen sich nicht aus. Hörakustikexpertin Christina Akkermann und Anbieter präsentieren induktive Anlage im Kultur- und Bildungszentrum.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 13:16 Uhr

Vor fast genau einem Jahr öffnete das Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum seine Türen. Einer der wichtigen Faktoren der gerade zu den Erfolgen des Senioren-Kinos und zahlreicher Kabarett- und Theaterveranstaltungen beiträgt, ist die Barrierefreiheit. Eine Rampe ermöglicht es Rollstuhlfahrern ins Foyer zu kommen, ein Fahrstuhl macht die unterschiedlichen Stockwerke leicht erreichbar und extra auf dem Boden angebrachte Gumminoppen sorgen dafür, dass sich auch Blinde und Menschen mit Sehbehinderung im Gebäude orientieren können.

Doch was oft übersehen wird, ist, dass zur Barrierefreiheit natürlich auch gehört, dass die Besucher von Veranstaltungen das Geschehen auf der Bühne oder der Leinwand gut hören können. Das ist für Menschen mit Höreinschränkungen oder Hörgeräten nicht immer einfach. Auch für diese Mitmenschen ist aber bei der Planung des Kubs vorgesorgt worden. „Noch vor meiner Zeit als Kulturmanagerin in der Stadt wurde die entsprechende induktive Höranlage geplant und eingebaut. Ich konnte in einem Haus anfangen, dass diese technische Gegebenheit schon besessen hat. Wir haben das also nicht jetzt erst nachgerüstet. Bisher wurde nur nicht nach ihr gefragt“, erklärt die Kultur- und Kub-Managerin Inken Kautter.

Sympathisch und verständlich führte Expertin Christina Akkermann (Amplifon) in einem kurzen Vortrag in die technischen Grundlagen der Anlage ein, so dass die Anwesenden von kompetenter Stelle aus erfahren konnten, wie sie in Zukunft ihre Hörgeräte einstellen können, wenn sie dieses Angebot nutzen wollen. Die verbaute Anlage ermöglicht es, dass durch eine Induktionsschleife ein magnetisches Wechselfeld entstehen kann, dass in dem Hörgerät als Empfänger per Audioverstärker wieder in ein hörbares Tonsignal umgewandelt wird. Akkermann stellte sich anschließend den Fragen der Besucher, die zum Teil aus Seniorenheimen ins Kub gefahren worden waren. Damit gar nicht erst der Eindruck einer Werbeveranstaltung aufkommen konnte, verzichtete Akkermann sogar auf einen Imagefilm zum Thema.

Auch die weiteren Oldesloer Hörgeräteanbieter Kersten und Mahlke waren eingeladen worden und boten direkte Beratung für interessierte Mitbürger an.

„Ich bin zufrieden mit der Veranstaltung. Frau Akkermann hat das sehr gut gemacht. Und dass die anderen Hörgerätefachmänner auch da waren, ist gut. Ich hätte mir allerdings mehr Resonanz seitens der Bürger gewünscht“, so Yannick Thoms, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung. 

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