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Ahrensburg : Ein neues Baugebiet an Großhansdorfs Grenze?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Für den neuen F-Plan sucht Ahrensburg Flächen für Gewerbeansiedlung und Wohnungsbau.

von
erstellt am 11.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Im Vorentwurf für den neuen Flächennutzungs- und Landschaftsplan der Schlossstadt ist eine Fläche zwischen dem Verlängerten Ostring und Großhansdorf als mögliches Baugebiet vorgesehen. „Das ist, wenn man Gemeindegrenzen außer Acht lässt, absolut im Sinn der Siedlungsstruktur“, sagt Hartmut Möller (SPD), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses. Das Gebiet sei weit genug vom Ostring entfernt und relativ nah am U-Bahnhof Schmalenbeck.

Vor mehr als 15 Jahren hatte es bei der Planung des Baugebiets Ahrensburger Redder einen großen Streit zwischen Ahrensburg und Großhansdorf gegeben, wo man sich übergangen fühlte. „Dieses Mal sind wir frühzeitig eingebunden“ sagt Bürgermeister Janhinnerk Voß. Er hat zwar keine grundsätzlichen Einwände, gegen eine weiteres Baugebiet an der Grenze der Waldgemeinde, „man muss sich aber über die Verkehrsverbindungen Gedanken machen.“ Der Ostring sei bereits jetzt „ständig dicht“, so dass viele Pendler über Großhansdorf ausweichen würden. „In der Sieker Landstraße haben wir bald wieder die Verkehrszahlen erreicht, die wir vor der Eröffnung des Ostrings hatten.“

Auch wenn es sich bei der Umgehung um eine Landesstraße handelt, sieht Großhansdorfs Bürgermeister for allem die Nachbarn der Waldgemeinde in der Pflicht: „Ahrensburg und Siek haben die Einnahmen durch die Gewerbesteuern, wir haben nur die Nachteile.“ Ein offizielle Stellungnahme Großhansdorf gibt es noch nicht. Die Politik wird sich nach der Sommerpause mit dem Thema befassen.

Ein weiterer Vorschlag der Ahrensburger Planer für ein städtisches Baugebiet ist das Dreieck zwischen der Siedlung Brauner Hirsch und den Sportanlagen. Zudem seien es noch einige kleinere „Abrundungen“ möglich. „Ansonsten hat man aber kaum Potenzialflächen gefunden, die noch nicht in ISEK stehen“, so Möller.

Als „strittig“ beurteilt der SPD-Fraktionsvorsitzende eine Erweiterung des Erlenhofs, ein Baugebiet Erlenhof Nord. „Das wird wohl nicht im Flächennutzungsplan bleiben“, so seine Prognose. Für den südlichen Bereich des Erlenhof-Geländes, wo fleißig gebaut wird, hatte die CDU seinerzeit durchgesetzt, dass nur 360 Wohneinheiten geplant werden, wobei das Gebiet auch für bis zu 600 Häuser gereicht hätte.

Im Vorschlag für den neuen F-Plan wird der Erlenhof-Süd deshalb als geeignet für eine Verdichtung eingestuft. Dass dort Platz gewesen wäre, stattdessen aber neue Baugebiete ausgewiesen werden sollen, kommentiert Hartmut Möller so: „CDU und WAB müssen jetzt wahrnehmen, was die von ihnen im Rahmen von ISEK beschlossene mittlere Wohnungsentwicklung für Folgen hat. Wie die beschlossene Zahl an Wohneinheiten dargestellt werden kann, findet natürlich seinen Niederschlag im F-Plan.“

Dazu passt auch, dass der Bauausschuss eine geänderte Variante für einen städtebaulichen Wettbewerb im Erlenhof-Süd beschlossen hat. Es geht um eine möglichst intelligente Unterteilung privater und öffentlicher Flächen für Kleinstgrundstücke. „Wie soll man denn einem Käufer vermitteln, dass alles eng sein muss, wenn es genug Platz gibt?“, wundert sich Möller. Der Ausschuss beschloss, dass es in dem städtebaulichen Wettbewerb um gut 30 Wohneinheiten in gehen soll. Vorgeschlagen waren 20 bis 25. Dafür sollten die Grundstück-Teilungsgrenzen nun flexibel gehandhabt werden.

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