Reinfeld : Ein neuer Anlauf in Richtung Oberliga

Entlastung: Detfred Dörling sitzt nicht mehr allein auf der Trainerbank der Reinfelder SH-Liga-Handballerinnen.
Entlastung: Detfred Dörling sitzt nicht mehr allein auf der Trainerbank der Reinfelder SH-Liga-Handballerinnen.

Die HSG ist Geschichte: Reinfelds SH-Liga-Handballerinnen peilen ohne den SV Hamberge Aufstieg an.

shz.de von
24. Juli 2015, 11:14 Uhr

Nach 14 Jahren ist Schluss: Im Jahr 2001 gründeten die Handballabteilungen des SV Preußen Reinfeld und des SV Hamberge die Handball-Spielgemeinschaft Reinfeld/Hamberge. Von 2008 bis 2014 saß auch noch der SV Weißenrode mit im Boot. Seit dem 1. Juli ist dieser Zusammenschluss nun Geschichte. Die Vereine gehen wieder getrennte Wege. Die Schleswig-Holstein-Liga-Handballerinnen der HSG gehen künftig für den Stammverein SV Preußen Reinfeld an den Start. „Der SV Hamberge wollte seinen Anteil an den Spielbetriebskosten reduzieren“, erklärt der ehemalige SG-Leiter und Trainer der Frauenmannschaft Detfred Dörling. „Da haben wir uns für die Auflösung entschieden. Ich sehe das Ganze aber sogar positiv, denn so können wir noch intensiver mit dem Namen der Stadt Reinfeld werben und sitzen nicht mehr zwischen den Stühlen.“

Auswirkungen auf den Spielbetrieb hat die Auflösung der Spielgemeinschaft laut Dörling nicht. Die zweite Frauenmannschaft wurde unabhängig von der Neuaufstellung nicht wieder gemeldet und alle Jugendteams bleiben erhalten. Alle Spielerinnen aus der ersten Frauenmannschaft, die Mitglied im SV Hamberge waren, treten nun dem SV Preußen Reinfeld bei.

Bei den Schleswig-Holstein-Liga-Handballerinnen, die trotz gewonnener Entscheidungsspiele gegen das HT Norderstedt erneut am Aufstieg in die Oberliga scheiterten, gibt es zudem einige personelle Veränderungen. Wie bereits berichtet, stoßen die beiden Rückraumspielerinnen Jana Schultz (33, vom Oberligisten THW Kiel) und Marie Schwarz (23, vom Landesligisten BSV Kisdorf) zu den Reinfelderinnen. Außerdem hat sich auch die 22-jährige Svea Manthe vom Staffelkonkurrenten Lübeck 1876 den Stormarnerinnen angeschlossen, die ebenfalls im Rückraum zum Einsatz kommen wird. „Damit haben wir uns noch einmal extrem verstärkt“, freut sich Dörling. „Die Zugänge passen sehr gut in unser schnelles System.“

Auf der Trainerbank wird der Coach in Zukunft auch nicht mehr alleine sitzen. In der kommenden Saison wird er mit Thomas Kruse ein gleichberechtigtes Gespann bilden. Der 46-Jährige ehemalige Bundesliga-Spieler kommt von den Frauen des TSV Travemünde, die er von der Bezirksliga bis in die 2. Bundesliga führte. Den Abstieg in die 3. Liga konnte er dieses Jahr allerdings auch nicht verhindern. „Wir haben so eine hohe Trainingsbeteiligung, dass ein zweiter Mann zwingend notwendig war“, berichtet Dörling von einem Luxusproblem. „Mit Thomas Kruse hatte ich seit längerer Zeit Kontakt und freue mich sehr, dass er zugesagt hat.“

Derweil läuft die Saisonvorbereitung der Reinfelderinnen auf Hochtouren. Bis zum Saisonstart am 12. September zu Hause gegen Aufsteiger HSG Fockbek/Nübbel ist aber noch Zeit – dann wollen die Stormarnerinnen einen neuen Anlauf in Richtung Oberliga nehmen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen