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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 14:02 Uhr

Bargteheide : Ein Loblied als Dankeschön

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Bargteheider Adolf Tscherner verbeugt sich singend vor „seiner“ Stadt und stellt eine Hymne über Bargteheide ins Internet.

Weil sich Adolf Tscherner mit seiner Familie in Bargteheide pudelwohl fühlt, verbeugt sich der gebürtige Berliner einmal vor der Stadt und ihren Bewohnern. Das macht der 77-Jährige auf die ganz galante wie gleichwohl urige Art – singend mit einer Hymne. Ein Loblied hat die Stadt nämlich noch nicht. Jetzt hat sie einen eigenen Song. Der Beitrag findet sich im Internet auf der Plattform „Youtube“ unter dem Stichwort Bargteheide-Hymne und ist – wie der singende Rentner lächelnd mitteilt – ein kleines Dankeschön. „Wir haben viele Freunde gefunden und fühlen uns in der Stadt wirklich wohl.“ Dem einmal Ausdruck zu verleihen, war ihm eine echte Herzensangelegenheit.

Aber wie kommt man darauf, eine Hymne zu produzieren? „Die Idee kam einfach so und zwar schon vor fünf Jahren“, betont Tscherner. „Mir ging die gehörte Liedzeile ,Zu Lieb, zu Lust, zu Leide ...’ einfach nicht mehr aus dem Kopf. Und das reimte sich obendrein auf Bargteheide.“ Flugs brachte der Mathematiker, Physiker und EDV-Fachmann eine erste Fassung zu Papier. Damals blieb es dabei. „Ich hatte den Dreh mit Youtube nicht raus.“ Heute hat er den raus, Erfahrung mit der Internet-Plattform und per Magic-Programm alles selbst gemacht.

„Es gibt fünf Spuren, zwei visuelle und drei Audio-Spuren. Ich habe alle separat bearbeitet und zusammengemischt“, merkt er an und gibt zu: „Ich habe das als Einzelkämpfer gemacht. Dass das nicht so doll wird, war vorauszusehen. Das ist eigentlich Sache von Profis“, gibt er zu. Zudem sei er bei der Aufnahme heiser gewesen. Musikalische Unterstützung erhielt er vom Posaunenchor der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde Bargteheide („Mein Schwager spielt im Posaunenchor“) und von der Tambourinspielerin Asli Si („Wir sind mit der Familie befreundet“).

Mit dem Ergebnis ist er zufrieden, auch wenn nicht alles in dem Video rund läuft. Der Auftritt sei etwas „hakelig“. Das lag unter anderem daran, dass nicht alle zum selben Termin unter einen Hut zu bekommen waren. So traten erst Tscherner und Asli Si daheim auf. Die Bläser kamen später hinzu und wurden mit „reingeschnitten“. Egal. Um Super-Profiarbeit ging es Adolf Tscherner auch gar nicht. Ihm ging es schlicht und ergreifend darum, der Stadt einmal Danke zu sagen. Und wenn das Liedchen mal bei Festen gespielt werde, sei er mehr als zufrieden. Eine wahrlich nette Geste auf die singende Tour!

Bis zu seinem 30. Lebensjahr war Berlin der Mittelpunkt von Adolf Tscherner. Dann erhielt er ein berufliches Angebot in Hamburg, nahm an und zog 1977 nach Bargteheide. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter und fünf Enkel und für Springer und selbst Gaddafi! gearbeitet. Gaddafi? „Ja“, sagt Tscherner und lacht. Damals arbeitete er bei einer Unternehmensberatung und mit daran, für den Diktator ein Radar-Überwachungsprogramm zu schreiben. „Gaddafi wollte nämlich absolut keine US-Produkte.“

Tscherner ist nicht nur musikalisch im Web, sondern auch philosophisch und wirtschaftlich. Näheres unter: www.neue-philosophie.de

 

 

 

 

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erstellt am 10.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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