Bargteheide : Ein Leben für den Schutz der Kinder

Birgitt Zabel, 1. Vorsitzende des Kreisverbands, gratuliert Geschäftsführer Ingo Loeding.
Birgitt Zabel, 1. Vorsitzende des Kreisverbands, gratuliert Geschäftsführer Ingo Loeding.

Ingo Loeding ist seit 35 Jahren Geschäftsführer des Stormarner Kinderschutzbunds. Vorsitzende Birgit Zabel: „Er ist ein Glücksfall.“

shz.de von
22. August 2018, 17:28 Uhr

Vor genau 35 Jahren begann Ingo Loeding, heute Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn, seine Laufbahn bei der gemeinnützigen Organisation, die sich den Schutz der Kinder auf die Fahnen geschrieben hat. Seine erste Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann konnte den geborenen Sieker nicht so fesseln wie die Arbeit mit Kindern und für Kinder. Daher begann er beim Kinderschutzbund in Bargteheide zu arbeiten und studierte berufsbegleitend das Fach Sozialpädagogik. Nach dem Aufbau des Kinderhauses in Bargteheide wurde er dessen Leiter und 1994 dann Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

„Ingo Loeding ist ein richtiger Glücksfall für den Kinderschutzbund und das nicht nur im Kreis, sondern weit darüber hinaus“, bemerkt Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Stormarn. „Seit 35 Jahren ist er für Kinder und Familien mit ganz viel Engagement im Einsatz, immer im Gespräch mit Verantwortlichen im Kreis und im Land. 35 Jahre Einsatz für einen kinderfreundlichen Kreis – für mich persönlich ist er nicht nur der perfekte Geschäftsführer, er ist ein absolut liebenswerter Mensch.“ Ingo Loeding ist es zu verdanken, dass im Kreis Stormarn mittlerweile drei Kinderhäuser geöffnet sind, an die Kinder und Eltern sich bei Problemen wenden können. Zudem hat er die Qualitätsentwicklung der Kinderhäuser und die damit verbundene Umbenennung in „Kinderhäuser Blauer Elefant“ entscheidend vorangetrieben. Das Kinderhaus in Bargteheide gilt für bundesweit mehr als 50 Kinderhäuser des Kinderschutzbundes als Referenzkinderhaus.

Ein Thema, dem Ingo Loeding sich mit besonderem Engagement widmet, ist der Kampf gegen Kinderarmut im Kreis. 2018 hat er bereits die dritte Auflage des Armutsatlas’ für Stormarn aufgelegt, der das Ausmaß der Kinderarmut in den einzelnen Städten und Gemeinden des Kreises aufzeigt. In Vorträgen und Diskussionsrunden weist er immer wieder auf diesen Missstand hin. Loeding: „Es freut mich sehr, dass wir nach vielen Jahren endlich das Gefühl haben, dass beim Thema Kinderarmut etwas in Bewegung geraten ist. Es gibt vermehrt kostenlose Ferienangebote für Kinder. Im ersten Schwimmbad ist der Eintritt für alle Kinder in diesem Sommer kostenlos gewesen, und auch die Medien greifen dieses Thema immer weiter und differenzierter auf. Gemeinden überlegen nun ernsthaft, wie sie selbst die Folgen von Kinderarmut für Betroffene abmildern können.“ Ganz wichtig sind und bleiben die Stormarner Kindertage, die in diesem Jahr zum 18. Mal stattfinden werden.


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