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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 07:10 Uhr

Ein Kinderrecht auf Privatsphäre

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Acht in Zusammenarbeit von Kindern und Künstlern errichtete Skulpturen stehen im Kinderrechtepark – gestern kam eine neunte dazu

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2016 | 10:35 Uhr

Die Kreisstadt beherbergt im Bürgerpark neben der Jugendfreizeitstätte etwas ganz Besonderes – den einzigen Kinderrechtepark Deutschlands. Hier wurden bisher acht Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention in Form eines Kunstwerks verewigt und gestern kam ein neuntes hinzu.

Die einen Meter hohe Skulptur aus Stahlblech symbolisiert das Recht des Kindes auf Schutz seiner Privatsphäre (Artikel 16). Alle Kinder haben Geheimnisse und Niemand ist berechtigt, ohne Einwilligung des Kindes in seinen Tagebüchern zu lesen, Kinder auszufragen und die persönlichen Dinge weiter zu erzählen.

Das sollen auch die Worte auf den vier Flächen der quaderförmigen Skulptur ausdrücken: Freiheit, Privat, Psst und AFK ist da zu lesen. Was die drei Buchstaben AFK bedeuten, wissen alle Kinder und Jugendlichen, die viel Freizeit am PC verbringen. Denn wer sich bei einem PC-Spiel kurz ausklingt, meldet „away from keyboard“, weil er seine Tastatur verlässt. Sieben Kinder und Jugendliche des Kinderhauses Blauer Elefant in der Schützenstraße beteiligten sich an der Herstellung der Skulptur, die im Stahl- und Metallbau Bork entstand. Die im Sandkamp ansässige Firma von Jan Bork spendete dem Kinderhaus vor Jahren Geld, das jetzt für das Stelen-Projekt verwendet und unter der Leitung der Kinderhaus-Mitarbeiterin Kristina Reichardt umgesetzt wurde. Das Besondere an diesem Kunstwerk ist, dass es im Dunkeln blau leuchtet. „Es ist ein Symbol für das innere Licht eines Menschen, das vor Zugriff geschützt werden soll“, betonte Renate Günther, Leiterin des Kinderhauses.

Damit die Kinderrechte nicht vergessen werden, gestalteten viele Kinder zusammen mit verschiedenen Künstlern kleine und große Kunstwerke, die jeweils ein Kinderrecht symbolisieren. Da gibt es Mosaike, einen Turm aus Holzklötzchen, einen bunt gestalteten Holzzaun, eine Litfaßsäule und eine große hölzerne Hand. Insgesamt gibt es 53 Artikel zu den UN-Kinderrechten. „Wir werden nach neun Kunstwerken noch lange nicht aufhören. Es ist ein lebendiger Skulpturenpark, der immer weiter wachsen soll“, sagte Ingo Loeding, Geschäftsführer des Stormarner Kinderschutzbundes.









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