Trittau : Ein Jubiläum auf der Bühne

Das ganze Ensemble: Auf dem Sofa Louisa Hähnel (Jill) und Jubilarin Heidi Borchert-Schlichting (Dons Mutter Florence), hinten v.l.: Birgit Schmidt (Regie-Assistenz und Souffleuse), Marcel Abel (Don), Diana Lennartz (Regie), Sebastian Otte (Sam, Technik).
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Das ganze Ensemble: Auf dem Sofa Louisa Hähnel (Jill) und Jubilarin Heidi Borchert-Schlichting (Dons Mutter Florence), hinten v.l.: Birgit Schmidt (Regie-Assistenz und Souffleuse), Marcel Abel (Don), Diana Lennartz (Regie), Sebastian Otte (Sam, Technik).

Heidi Borchert-Schlichting ist seit 20 Jahren bei Trittauer Laienspielern aktiv. Ihr erstes Stück war „Schmetterlinge sind frei“, das auch dieses Frühjahr wieder gespielt wird.

shz.de von
23. Januar 2018, 06:00 Uhr

Heidi Borchert-Schlichting feiert in diesem Jahr ihre 20-jähriges Mitgliedschaft bei den Laienspielern und hat ein Déjà-vu: Ihr erstes Stück, in dem sie mitspielte, war „Schmetterlinge sind frei“, und genau das steht in diesem Frühjahr wieder auf dem Spielplan.

Auch wenn sie mit der Mutter dieselbe Rolle wie vor 20 Jahren spielt, ist alles anders: „Als ich anfing, war ich 36 Jahre alt und damit genau so alt wie mein Bühnen-Sohn. Mittels unvorteilhafter Kleidung wurde ich älter gemacht, das gefiel mir gar nicht. Heute habe ich das richtige Alter und darf mich viel flotter anziehen“, sagt Heidi Borchert-Schlichting. Und Regisseurin Diana Lennartz hat versprochen: „Keine Puffärmelbluse“. Die Leidenschaft der Laienschauspielerin für die Bühne ist ungebremst. „Es ist mein großes Hobby, der Ausgleich zum Alltag.“

Neben der erfahrenen Akteurin stehen Marcel Abel als ihr Sohn Don und Louisa Hähnel als Jill auf der Bühne, beide ebenfalls mit langjähriger Bühnenerfahrung aus der Jugendgruppe. Neu, zumindest auf der Bühne , ist Sebastian Otte, der den Sam mimt und ansonsten für die Technik zuständig ist. Er hatte mal geäußert, sich vorstellen, zu können, auch mal auf der Bühne zu stehen. Was umgehend zur Besetzung führte. „Ich kasper’ privat gerne herum, aber auf der Bühne ist das doch was anderes, wenn alle auf einen schauen. Wohin mit den Händen? Aber ich gewöhne mich daran“, verspricht der junge Mann. Diana Lennartz freut sich, dass von der früheren Jugendgruppe einige – nun als junge Erwachsene tituliert – dabei geblieben sind und sich auch im Vorstand engagieren. „Der Verein bekommt etwas zurück, das ist echtes Vereinsleben“, sagt sie, die ihre große Theaterfamilie zusammenhält.

Der echte Sohn von Heidi Borchert-Schlichting, Marius Schlichting, hat für das Stück eine Bühnenmusik komponiert, die von Marcel Abel gesungen und am Keyboard begleitet wird. Im Original, das in den 1970er Jahren mit Goldie Hawn in der Hauptrolle verfilmt wurde, hätte er zur Gitarre singen müssen, er kann aber nicht Gitarre spielen.

Das amerikanische Stück verspricht gute Unterhaltung mit Hintergrund: Don wagt die Abnabelung von seiner überfürsorglichen Mutter und zieht aus. Seine Nachbarin ist Jill, eine flippige Schauspielerin. Sie wirbelt Dons Leben durcheinander. Zu Komplikationen kommt es, als ihr von Sam eine Rolle angeboten wird. Sam versucht alles, die zwei auseinander zu bringen, ebenso wie Dons Mutter. Zudem verschweigt Don ein Geheimnis.
Das Stück von Leonard Gershe ist einerseits eine Liebesgeschichte, spricht aber auch Themen wie Abnabelung, Loslassen und Erwachsenwerden an.


>Aufführungstermine jeweils samstags und sonntags um 19 Uhr im Bürgerhaus, am 17. und 18. Februar, am 24. und 25. Februar, am 3. und 4. März sowie am 10. und 11. März. Karten kosten 10 Euro und sind seit gestern im Tui Reisebüro in der Kirchenstraße oder unter www.trittauer-laienspieler.de erhältlich.

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