Rümpel : Ein historischer Moment für die Gemeinde

Ein Mini-Feuerwehrhaus als Geschenk: Stefan Birr (stv. Amtswehrführer), Wehrführer Guido Dwenger, Bürgermeister Torben Schmahl , Sven Oberkofler (Wehrführer Lasbek) und Amtswehrführer Christian Rieken (von links).
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Ein Mini-Feuerwehrhaus als Geschenk: Stefan Birr (stv. Amtswehrführer), Wehrführer Guido Dwenger, Bürgermeister Torben Schmahl , Sven Oberkofler (Wehrführer Lasbek) und Amtswehrführer Christian Rieken (von links).

Das neue Rümpeler Feuerwehr-Gerätehaus ist jetzt offiziell eingeweiht worden. Es hat eine Million Euro gekostet.

shz.de von
29. Januar 2018, 06:00 Uhr

Nach weniger als einem Jahr Bauzeit hat die Freiwillige Feuerwehr Rümpel ihr neues Domizil beim Gemeinschaftshaus in Besitz genommen. Eingezogen ist die Wehr bereits am 23. Dezember. Am Sonnabend war jetzt die offizielle Einweihung. Rund eine Million Euro hat der Neubau gekostet. „Wir sind damit im Zeit- und Kostenplan geblieben“, betonte Bürgermeister Torben Schmahl (CDU).

Für die Rümpeler Wehr ist es gegenüber ihrer alten Garage, die auch nicht mehr den Vorgaben der Hanseatischen Feuerwehr Unfallkasse (HFUK) entsprach, eine enorme Verbesserung der Unterbringung. In der großen Halle ist Platz für mindestens zwei Fahrzeuge. Zur Zeit hat die Wehr allerdings nur ein 20 Jahre altes LF 8/6. Es gibt einen großen Gemeinschaftsraum, in dem die 36 aktiven Kameraden ausreichend Platz haben, Umkleide- und Sanitärräume sowie ein Büro für den Wehrführer. „Dieser Bau entspricht jetzt den Anforderungen der HFUK“, so Architekt Frank Prick van Wely.

Landrat Dr. Henning Görtz lobte die Gemeinde für ihr Entscheidung zum Bau des neuen Gerätehauses. „Es ist eine tolle Sache. Die Wehr kann sich freuen“, so Görtz. Das neue Haus sei ein Beitrag zum Brandschutz und würde auch zur Motivation der Feuerwehrleute beitragen. „Wir haben in Stormarn 88 Freiwillige Feuerwehren“, so der Landrat. Bei rund einem Drittel davon gebe es bei der Unterbringung Probleme mit der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. „Die Anforderungen an die Wehren steigen und die Einsätze werden komplexer“, betonte Görtz. Darum werden Wehren gebraucht, die gut ausgerüstet und motiviert sind. „Hier gab es eine deutliche Verbesserung der Situation“, betonte der Landrat.

Amtsvorsteher Peter Lengfeld betonte, dass Rümpel es ohne Zuschüsse geschafft habe, das neue Feuerwehrhaus zu bauen, „Das ist ein historischer Moment für Rümpel“, so Lengfeld. Für ihn wäre es wünschenswert, wenn die Gemeinden beim Bau von Feuerwehrgerätehäusern Zuschüsse aus Kiel oder vom Kreis bekommen würden. Laut Kreisbrandmeister Gerd Riemann wird es in den kommenden zwei Jahren solche Zuschüsse geben. „Von der Landesregierung wurden dafür sechs Millionen Euro bereitgestellt“, betonte er. Angesicht der vielen Freiwilligen Wehren würde das aber nicht ausreichen. Er lobte Rümpel für die schnelle Umsetzung. Für die Gemeinde Rümpel war es allerdings auch ein langer Weg, bis die Entscheidung für einen Neubau gefallen ist. Der Antrag der Wehr ging bereits 2011 bei der Gemeinde ein.

2013 gab es noch unter Bürgermeister Hans-Jürgen Vieregge die ersten Gespräche. Standortsuche und die Frage Modul- oder konventionelle Bauweise? mussten geklärt werden. „Als die Entscheidung dann gefallen war, ging alles sehr schnell“, so Bürgermeister Torben Schmahl. Das neue Gerätehaus sei ein Teil des Zentrums der Gemeinde. Drei Gründe sprachen für den Neubau. Die Gemeinde würde stetig wachsen und die Leistungsfähig der Feuerwehr müsse mithalten. Das Ehrenamt müsse gestärkt werden und dem Nachwuchs müsse ausreichend Motivation geboten werden. Das alte Gerätehaus sei nur eine Garage gewesen und hätte 40 Jahre ihren Dienst getan. Das sei für die Feuerwehr nicht länger tragbar gewesen.

Rümpels Wehrführer Guido Dwenger dankte der Gemeinde für den Neubau. „Ich bin froh, dass es fertig ist. Es war doch ganz schön anstrengend“, so Dwenger. Er konnte so einige Geschenke von den Gästen annehmen. Dazu gehörte auch ein vom Lasbeker Wehrführer Sven Oberkofler gebautes Gerätehaus-Modell mit Feuerwehrauto und „Inhalt“, das Dwenger von der Amtswehrführung überreicht wurde. Von der Gemeinde gab es eine Torte statt eines Schlüssels. Auf der Torte waren die Feuerwehrsymbole, ein Schlüssel und die Inschrift: „Dies Haus steht in St. Florians Hand. “

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