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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 01:32 Uhr

Bargteheide : Ein guter Freund aus Polen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lehrer Krzstof Szubert aus Zmigród lernt die Bargteheider Verwaltung kennen.

Zuhause in Zmigród ist der Tagesablauf für Krzstof Szubert klar geregelt: „Morgens unterrichte ich in der Grundschule, am Nachmittag betreue ich das Kulturhaus, und abends bin ich meistens in meinem Tonstudio.“ Da war sein Aufenthalt in Bargteheide eine willkommene Abwechslung. Der Pädagoge aus der polnischen Schwesterstadt Zmigród hat hier eine Woche lang die Verwaltungsarbeit kennen gelernt. Der gegenseitige Austausch ist inzwischen gute Tradition.

Seine Schüler vermissen ihn aber schon: „Über Facebook haben sie mir das geschrieben.“ Seine Fächer Kunst und Musik sind offenbar auch dort populärer als Mathematik. Täglich verbessert er seine deutschen Sprachkenntnisse, im Gespräch hilft ihm zuweilen auch die Übersetzungs-Software seines Handys. Zuerst hat er Russisch als Fremdsprache gelernt, dann Deutsch und an der Musikhochschule in Poznan noch Englisch.

Im Bargteheider Rathaus hat der 34-Jährige bereits alle Abteilungen durchlaufen, auch die Außenstellen VHS, Bibliothek und Jugendarbeitsteam. Mit Bauhof-Leiter Michael Spitzner besichtigte er das Klärwerk und die Baustelle Freizeitbad. Ein Stadtbummel in Hamburg stand ebenfalls auf seinem Programm, wie zuletzt ein Besuch im Museum. Der Betrieb auf dem Flughafen hat ihn am meisten beeindruckt.

In Bargteheide war Szubert bereits 2014 während der Sommerferien zu Besuch, mit Ehefrau Monika und den Kindern Julia (7) und Pjotr (2). „Wir haben dort und in Boltenhagen Urlaub gemacht.“ Jetzt hat ihn Reiner Schramm-Kailus in seiner Wohnung aufgenommen. Szubert ist mit seinem Auto gekommen: „Mit der Bahn war es mir zu umständlich und zu teuer.“ 200 Euro hätte er fürs Bahn-Ticket berappen müssen. „Sieben Stunden war ich mit meinem Opel unterwegs“, sagt der bekennende Liebhaber.

Schon im September will er mit einer Delegation aus Zmigród wiederkommen. Szuberts Familie ist pädagogisch orientiert: „Auch meine Mutter und meine Schwester sind Lehrerinnen, wie auch meine Frau. Sie unterrichtet Deutsch.“ Sie hat vor zehn Jahren in Braunschweig gearbeitet. „So haben wir viele Freunde in Deutschland gewonnen.“ Szubert spielt in drei Bands, mal am Klavier, auf der Gitarre oder als Percussionist. Mit seiner Frau dreht er Filme und fotografiert bei Feiern. Der Austausch mit Polen wird weiter intensiviert. Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule erwartet im September eine erste Schülergruppe. „Auch die Waldorf-Schule möchte sich beteiligen“, so Koordinatorin Sabine Meurers (Verwaltung).

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