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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 14:59 Uhr

Bad Oldesloe : Ein Gospel-Flashmob mit Botschaft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oldesloes Kirchenmusiker Henning Münther lud Sänger aus Segeberg und Stormarn zum heimlichen Gesangstreff auf den Markt ein.

Aus allen Ecken des Oldesloer Wochenmarkts strömten sie zusammen, als plötzlich – und für die normalen Passanten unerwartet – Musik aus zwei Lautsprechern zu hören war. Rund 70 Sänger von Chören aus Ahrensburg, Wader, Bad Oldesloe und Reinfeld hatten sich am Sonnabend um 12 Uhr heimlich zu einem Flashmob im Herzen der Innenstadt verabredet.

Initiiert hatte das Treffen der besonderen Art Henning Münther, Kirchenmusiker der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in der Kreisstadt und Leiter zahlreicher Chöre und Musikprojekte. Der Anlass war allerdings kein bloßer Spaß, kein kleiner Gag zur sonnabendlichen Mittagszeit, sondern durchaus eine Aktion mit einer ernsten Botschaft.Denn am selben Tag um jeweils 12 Uhr mittags versammelten sich weltweit auf fünf Kontinenten rund 10 000 Gospelmusiker, um den Song „We are changing the world“ anzustimmen.

Mit dem gemeinsamen Singen dieses Titels soll auf Armut und Hunger in der Welt hingewiesen werden. Es war der fünfte Choraktionstag und insgesamt beteiligten sich weltweit 500 Gospelchöre an der Aktion, bei der der gesangliche Staffelstab durch die Zeitzonen weitergegeben wurde. Und auch wenn in Bad Oldesloe das Wetter nicht so ganz mitspielte, ließen sich die engagierten Musiker nicht von der Teilnahme abschrecken. „Ich bin mit der Resonanz sehr zufrieden“, so Initiator Münther. Er hatte die Aktion noch um einen zweiten Song erweitert. „Wir haben zusätzlich den Titel ,We will stay’ gesungen, weil ich finde, dass er gut zur Situation vieler Flüchtlinge passt und wir auch da ein Zeichen setzen wollten“, so Münther. „Es hat Spaß gemacht. Es war eine besondere Aktion“, meinte Carlotta Camejo aus dem Oldesloer Jugendchor. Ihre Mitsängerin Lisa Kallenbach, die ein Solo sang, war geradezu gerührt. „Ich fand es richtig, richtig schön“, sagte sie nach den letzten Tönen.  

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