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Feldhorst : Ein ganzes Dorf zeigt Hilfsbereitschaft

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach dem verheerenden Brand erweisen sich die Steinfelder als hilfsbereit und greifen der obdachlos gewordenen Familie unter die Arme.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2015 | 19:10 Uhr

Silberstreifen am Horizont für die durch den verheerenden Brand am Mittwoch obdachlos gewordene Familie im Feldhorster Ortsteil Steinfeld. „Alle in beiden Ortsteilen haben sofort geholfen“, ist die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Seyfferth erfreut über die Hilfsbereitschaft in der Gemeinde. Die seit fast 20 Jahren in Steinfeld lebende Familie habe nur noch sich selbst und das, was sie auf dem Leib trage, retten können. Glücklicherweise holte die Feuerwehr noch den Hund aus den Flammen – ein kleiner Trost.

Man könne sich nur annähernd in die Lage der so schwer Getroffenen hineinversetzen, sagt Silke Seyfferth, aber das genüge schon, um Soforthilfe zu leisten. Die Bewohner von Steinfeld und Havighorst kramten Dinge des täglichen Gebrauchs, vor allem Haushaltsgeräte zusammen. „Sogar große Möbelstücke wurden gespendet“, so die Bürgermeisterin. Sie habe oft das Gefühl, dass heutzutage eine „Ellenbogenmentalität herrsche, doch sei sie nach diesem Brand eines besseren belehrt worden, sagt Silke Seyfferth: „Alle Dorfbewohner haben mitgeholfen und sich solidarisch gezeigt.“ Auf Initiative der Gemeinde habe das Amt Nordstormarn sofort einen Flyer mit Hilfeaufruf drucken lassen, der schon einen Tag nach dem Brand durch Ehrenamtliche verteilt werden konnte. Außerdem wurde für Spenden das Amtskonto zur Verfügung gestellt.

„Wenn die Familie Hilfe braucht, dann sofort“, ist sich Seyfferth sicher. Bürgermeister Jörg Lembke kam erst am Wochenende aus dem Urlaub zurück, so dass sie die Entscheidungen treffen musste Die Gemeinde hofft, dass weitere Geldspenden eingehen, um der Familie unter die Arme zu greifen. Sie ist in einem Haus der Familie Schütt untergekommen – die Hilfe war selbstverständlich für die alteingesessene Familie.

Auch der Feuerwehr gegenüber zeigten sich die Dorfbewohner äußerst hilfsbereit. Mehr als 100 Feuerwehrleute aus Steinfeld, Havighorst und fünf weiteren Wehren waren im Einsatz. Sie wurden ganz selbstverständlich bewirtet und fanden einen warmen Unterschlupf. „Was die Feuerwehr ehrenamtlich leistet, wird viel zu wenig gewürdigt“, so Seyffehrt. Nach dem Feuer, bei dem das Haus bis zu den Grundmauern niederbrannte und es auch darauf ankam, die benachbarten Gebäude vor dem starken Funkenflug zu schützen, hielten die Feuerwehrmänner Brandwache. Zum Glück, denn am Donnerstag heulten wieder die Sirenen: Es es musste nachgelöscht werden. Soweit Seyffehrt sich erinnern kann, war dies der erste Brand seit rund 40 Jahren in Feldhorst. Damals brannte eine Kate nieder.

Die Unterstützung aus den beiden Ortsteilen ist auch für die Familie wichtig, „so fühlt sie sich nicht allein gelassen mit einem Berg von Problemen. Das Ehepaar sprach von einer Welle der Hilfsbereitschaft, die sie trage“, so Seyffehrt. Die Gemeinde Feldhorst bittet weiter um Spenden unter dem Stichwort „Brandspende Feldhorst“ auf das Konto der Amtskasse Nordstormarn.




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