Ein Familienausflug zum Blutspendetermin

Für Stephanie Pranke und ihren Vater Peter Tim gehört das regelmäßige Blutspenden einfach dazu. Sie hoffen, dass andere Famileinihrem Beispiel folgen.
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Für Stephanie Pranke und ihren Vater Peter Tim gehört das regelmäßige Blutspenden einfach dazu. Sie hoffen, dass andere Famileinihrem Beispiel folgen.

Für die Tims und Prankes aus Todendorf und Timmerhorn sind die Spendentermine des Roten Kreuzes immer ein Familienausflug: Drei Generationen der Familie sind mit dabei.

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30. Januar 2009, 10:33 Uhr

Mollhagen | "Schon meine Eltern haben regelmäßig Blut gespendet", sagt der 65-jährige Peter Tim. Er setzte diese Tradition fort und konnte auch seine Kinder für das Blutspenden begeistern, die wiederum ihren Nachwuchs animierten, auch mit zu machen. "Als ich das erste Mal zum Spenden gegangen bin, musste mein Vater noch für mich unterschreiben. Denn damals war man mit 18 noch nicht volljährig", erinnert sich der Todendorfer. In den 43 Jahren, die seit dem vergangen sind, hat der 65-Jährige bisher 71 Mal Blut gespendet. Bis zu seinem 70. Lebensjahr darf er noch weiter Spenden. "So lange es mir gesundheitlich gut geht werde ich auch weiterhin zu den Spendenterminen gehen", betonte er.

Die Blutspendetermine sind ein fester Bestandteil in den Terminkalendern der Tims und Prankes. Sie treffen sich vorher bei Peter Tim und fahren von dort aus gemeinsam nach Mollhagen. Beim letzten Termin konnten allerdings nur fünf der acht Dauerspender kommen. "Wenn wir alle hier sind, dann macht unsere Familie rund zehn Prozent der Spender aus", so Stephanie Pranke. Die 42-Jährige spendet seit ihrem 18. Lebensjahr Blut und ist seit dem bereits 43 Mal zur Ader gelassen worden. Ihr Bruder Christian Tim ist zwei Jahre jünger und bringt es auf 35 Spenden. Für die beiden sind die "Aderlass"-Termine zur Selbstverständlichkeit geworden. "Das ist eine gute Sache und wer weiß, ob man nicht mal selbst in die Verlegenheit kommt und Spenderblut braucht", so Stephanie Pranke. Ihren Mann Ralph konnte die Timmerhornerin 1993 auch überzeugen: "Ich bin damals einfach mitgeschnackt worden", scherzt der 46-Jährige, der es inzwischen auf 27 Blutspenden bringt.

Der jüngste im Bunde war bei diesem Termin Jan Pranke. Auch für den 23-jährigen Auszubildenen gehört der regelmäßige Aderlass inzwischen auch mit zum Leben dazu. Allerdings bekam er von der Ärztin für diesen Tag die rote Karte gezeigt, da er gesundheitlich leicht angeschlagen war.

Das Schnittchen-Essen nach dem Blutabzapfen gehört seit je her mit zum Ritual bei der Spenderfamilie. Gemeinsam lassen sie sich die von den freiwilligen Helfern des DRK-Steinburgs zubereiteten Brote, Kaffee und Orangensaft schmecken. Und es wird natürlich auch viel erzählt und gelacht dabei. "Bei uns im Speiseplan werden die Termine immer mit berücksichtigt. An diesen Tagen bleibt bei uns die Küche kalt", sagt Christian Tim augenzwinkernd. Stephanie Pranke hofft, dass beim nächsten Termin am 9. Juni die Mannschaft zum Blutspenden wieder komplett ist. "Vielleicht ist das ja auch mal eine Anregung für andere, mit der gesamten Familie zum Blutspenden zu kommen", sagt Pranke.

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